Video zeigt Schritte in ein gewaltfreies Leben für Frauen im Kreis Gütersloh

Video zeigt Schritte in ein gewaltfreies Leben für Frauen im Kreis Gütersloh

Gewalt im eigenen Wohnraum stoppen, sich und die Kinder schützen und ein harmonisches Miteinander, das wünschen sich von Gewalt betroffene Frauen. Doch wie können die ersten Schritte in ein gewaltfreies Leben aussehen? Das Video ‚Hilfe bei häuslicher Gewalt‘ gibt Antworten: www.frauenberatung-fachstelle-guetersloh.de/info-videos. Erstellt haben es die Gleichstellungsstelle des Kreises Gütersloh und die Frauenberatung / Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt Gütersloh.

Anhand von Bildern und kurzen Texten wird erklärt, was Frauen im Kreis Gütersloh tun können, um sich aus belastenden und gewaltvollen Beziehungen zu befreien. „Unsere Erfahrung zeigt, dass das Internet oft die einzige Informationsquelle für von Gewalt betroffene Frauen bleibt“, erläutert Alina Skobowsky von der Frauenberatung / Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt. „Ein Exit-Button auf unserer Internetseite ermöglicht den Frauen sicher zu surfen. Bei Kontrolle des Partners oder Ex-Partners wird die Seite per Klick sofort verlassen.“ Das Erklär-Video ist so aufgebaut, dass die Handlungstipps übersichtlich und verständlich dargestellt sind. Der Wegweiser zeigt, welche Institutionen Frauen und auch ihre Kinder begleiten, damit diese ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben verwirklichen können. Diese Hilfseinrichtungen sind die Polizei sowie der Opferschutz, das Frauenhaus und die Frauenberatung / Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt in Gütersloh sowie das bundesweite Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘. „Das Video wird in 14 Sprachen veröffentlicht, damit möglichst viele Menschen im Kreis Gütersloh über das Unterstützungssystem für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder informiert werden“, berichtet Yvonne Hantke, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Gütersloh. „Wir hoffen natürlich auch, dass viele Multiplikatoren, Verbände und Vereine das Video nutzen und weiterverbreiten.“ Abrufbar ist es in Kürze in folgenden Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch, Französisch, Arabisch, Bulgarisch, Rumänisch, Serbisch, Persisch, Kurdisch, Hindi, Polnisch, Spanisch. Bereits jetzt finden sich die Informationen aus dem Video in den verschiedenen Sprachen als PDF-Dateien zum Download.

Erste Studien und Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass das Risiko häuslicher Gewalt während der Corona- Pandemie für Frauen und Kinder gestiegen ist. Die Polizeistatistik zu häuslicher Gewalt zeigt einen Anstieg von knapp sieben Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Es zeigt sich auch, dass betroffene Frauen Schwierigkeiten hatten Hilfe und Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Kontrolle durch den Partner oder Ex-Partner, keine Rückzugsmöglichkeiten in den Familien, mangelnder Zugang zu Informationen durch Schließung von Institutionen im sozialen Nahbereich können Erklärungen dafür sein.

Das Video wurde vom Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ‚Unterstützung gemeindepsychiatrischer Strukturen bei der Versorgung von psychisch belasteten Menschen im Rahmen der Corona- Pandemie‘ finanziert.

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