Gut geführt durch die Klosterlandschaft: Wegepflege in Herzebrock‑Clarholz | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Engagierte Wegemarkierer halten die Wanderwege rund um die Klosteranlagen in Herzebrock‑Clarholz in Schuss. Auf dem Prälatenweg und den beiden Rundwegen sorgen sie dafür, dass Schilder und Aufkleber stets gut sichtbar bleiben – für entspannte Touren ohne Verlaufen.

Gut geführt durch die Klosterlandschaft: Wegepflege in Herzebrock‑Clarholz

Wegemarkierer in und um Herzebrock-Clarholz unterwegs: Prälatenweg und Rundwege um die Klosteranlagen werden regelmäßig kontrolliert

Seit Jahren gibt es in Kooperation mit der Stadt Harsewinkel den rund 32 Kilometer langen Prälatenweg, der die Klosteranlagen in Clarholz und Herzebrock sowie das Kloster Marienfeld verbindet. Und da nicht jeder die ganze Strecke auf einmal laufen möchte, existieren in und um Herzebrock-Clarholz zusätzlich zwei kürzere Rundwanderwege, der etwa acht Kilometer lange Weg „Clarholzer Klosterwälder“ und der rund fünf Kilometer lange Rundweg namens „Herzebrocker Klosterwälder“.

Viele Wandernde sind heutzutage mithilfe digitaler Wegeführung unterwegs. Das Smartphone ist in der Regel bei der Planung der Wandertouren und auch unterwegs mit dabei. Wer ohne Handy und Co auskommen möchte, findet vor Ort Wegweiser-Schilder und zusätzlich viele kleine Wegemarkierungen in Form von Aufklebern, die sicherstellen sollen, dass man sich nicht verläuft.

Damit diese Zeichen möglichst immer sauber und gut sichtbar sind, gibt es regelmäßige Kontrollen und Ausbesserungsarbeiten. In Herzebrock-Clarholz sind seit kurzer Zeit Angelika Kewitsch und Klaus Rummel als ausgebildete Wegemarkierer ehrenamtlich unterwegs. Ausgestattet mit Werkzeugen wie Bürste und Kleber sowie einem Satz Aufkleber mit dem Logo des jeweiligen Wanderwegs laufen sie die Wanderwege ab und ersetzen schmutzige oder kaputte Wegezeichen und bringen auch mal ein Zeichen ganz neu an, wenn die Wegeführung dadurch noch besser wird.

Anja Valentien, bei der Gemeindeverwaltung für Tourismus zuständig, freut sich über das Engagement: „Es ist großartig zu sehen, mit wie viel Leidenschaft und Expertise sich die beiden Wegemarkierer für unsere Wanderwege einsetzen. Weil sie nicht nur in der Wegezeichnung geschult sind, sondern auch selbst als Wanderführer unterwegs sind, wissen sie ganz genau, was es für eine gute Orientierung unterwegs braucht. So können unsere Gäste die Touren entspannt genießen, ohne sich Gedanken über den richtigen Weg machen zu müssen.“

Wer die Wege gern selbst einmal gehen möchte, kann jeweils an den Klosteranlagen starten. Auf der Internetseite der Gemeinde www.herzebrock-clarholz.de sind die Streckenführungen unter dem Menüpunkt Tourismus auch als Flyer zum Herunterladen oder sehr detailliert über den Teutonavigator abrufbar.

Der Prälatenweg verbindet drei ehemalige Klöster in zwei Orten miteinander. Keine Berge oder tiefe Täler – aber die Gesamtlänge von etwa 32 Kilometren will auch im Flachland erstmal erwandert sein. Die Ortskerne in Herzebrock und Clarholz mit den ehemaligen Klöstern und den wunderschönen Gartenanlagen sowie das Kloster Marienfeld sind die Höhepunkte des Prälatenwegs. Doch die Strecke ist auch sonst recht abwechslungsreich. Auf Waldboden unter Bäumen entlang, über die Ems, auf Sand, über asphaltierte Straßen, durch Wohngebiete und oftmals mit weitem Blick über Wiesen und Felder ostwestfälischer Landwirtschaft.

Clarholzer Klosterwälder

Der etwa acht Kilometer lange Rundweg verläuft teilweise auf dem Prälatenweg. Das ehemalige Prämonstratenserkloster in Clarholz bietet sich an, um von dort aus zu starten und die Runde auch wieder zu beenden. Einkehrmöglichkeiten, bei schönem Wetter auch mit Außengastronomie, gibt es direkt am Kirchplatz. Der Weg ist recht einfach zu laufen, abwechslungsreich über Waldwege und Straßen, aber nicht unbedingt Kinderwagentauglich. Wer in nördlicher Richtung startet, wird am Ende der Tour mit einem schönen Alleeblick auf das Kloster belohnt.

Herzebrocker Klosterwälder

Im Mittelpunkt steht die Anlage der ehemaligen Benediktinerinnenabtei mit ihrem rekonstruierten Garten und dem sehenswerten Kirchplatz nebendran. Mit etwa fünf Kilometern ist der Weg eine entspannte Variante, in Teilen auf der Strecke des Prälatenwegs zu wandern. Die Klosteranlage ist das Highlight des Wegs. Interessant mag aber auch der Abschnitt durch den fürstlichen Friedwald sein. Insgesamt wechseln sich kurze Straßenabschnitte mit längeren Strecken durch den Wald ab.