Die Klasse 4A der Josefschule nimmt teil

SO SOLL ES SEIN?! - Unter diesem Motto steht in diesem Jahr das Videoprojekt GT-Clips, das vom Kreismedienzentrum Gütersloh vom 18. September bis zum 9. Oktober 2021 ausgerichtet wird. Und mittendrin die Klasse 4A der Josefschule Herzebrock

Die Klasse 4A der Josefschule nimmt teil

Die Klasse 4A der Grundschule durfte am vergangenen Montag eigene Videoclips drehen. Eine gewisse Aufregung lag in der Luft, die Schüler waren aber hoch motiviert und freuten sich über den Besuch von den medienpädagogischen Fachleuten Carsten Panitz, Levi Bönke und Maxime Ruhe. Die Freiberufler und Studenten brachten Video-Equipment mit, um die Filmideen der Schüler zu realisieren. Vorgegeben waren nur das Motto, die Produktionsdauer sowie die Länge der Clips mit maximal 90 Sekunden. Kameraführung, Schnitt und Nachvertonung wurden weitgehend von den Kindern selbst realisiert.

„Im Sachkundeunterricht haben wir die Themen Klassensprecherwahlen sowie Bundestagswahlen besprochen und dadurch sind wir auch auf das Thema Mitbestimmung gekommen“, erklärte Alexandra Severins. „Die Medienkompetenz wird geschult, das Videoprojekt gibt den Kindern eine tolle Möglichkeit, auch das Thema mit Inhalt zu füllen. Die Schüler haben jetzt selber die Chance zu überlegen, was sie vielleicht verändern möchten in der Welt, für drei Hauptthemen entschieden sich die Schüler: Gerechtigkeit, kein Krieg und Umweltschutz“, fügte Christin Lackhove hinzu. Die engagierte Lehrerin hatte die Idee, die Klasse 4A der Josefschule beim kreisweiten Aufruf vom Medienzentrum Gütersloh anzumelden.

Gemeinsam erarbeiteten die Schüler Drehbücher, bauten Requisiten und tauschten sich untereinander aus. Zu den Drehorten gehörten der Schulhof, das Waldstadion und der Klassenraum. Entstanden sind eindrucksvolle Beiträge zum Thema SO SOLL ES SEIN?! Sie reichten von einer Situation, wo bei einem Fußballspiel „Ausländer“ ausgegrenzt werden und dem Aufruf der Schüler das, dies nicht richtig ist, dass, egal woher man kommt, welche Hautfarbe man hat, was man für eine Sprache spricht, alle Menschen gleich sind.

Eine andere Geschichte handelt von dem syrischen Jungen Ali aus der Klasse 4 A, der über seine Erlebnisse als Flüchtling berichtet. Hierfür bauten die Schüler eine Schule aus Pappe, einen Panzer aus Lego und markierten die einzelnen Länder, in denen der Schüler Ali überall unterkam, auf einer Landkarte. „Wir haben die Legofigur auf ein Land gestellt, ein Foto gemacht, und dann ist die Legofigur weitergelaufen, später werden die einzelnen Fotos zu einem Lego-Trickfilm zusammengeschnitten. Am Ende des Films legen wir alle die Hände auf die Schulter von Ali und sagen: „Das darf nicht sein, wir wollen keinen Krieg mehr“, erklärten Nico und David.

Die Schüler sind überzeugt davon, dass es keinen Krieg, keine Ausgrenzung, keinen Rassismus mehr geben darf. Gerechtigkeit sei ihnen wichtig. Und auch das Thema Umweltschutz beschäftigt die Grundschüler.

„Die Schüler bekommen viel mehr mit, als wir Erwachsenen immer meinen. Vor einigen Jahren standen Konfliktsituationen und deren Lösungen im Mittelpunkt und heute beschäftigt die Kinder auch das, was aktuell in der Welt passiert“, so Carsten Panitz, Regisseur, Autor und Filmjournalist. „Ein Ziel des Projektes ist es, dass die Nachwuchsfilmer die Seite wechseln und nicht nur Filme konsumieren, sondern selbst produzieren und dabei auch lernen, sich mit Gleichaltrigen auseinanderzusetzen und als Gruppe das gleiche Ziel anzustreben“, so Martin Husemann, Leiter des Kreismedienzentrums Gütersloh. Ermöglicht wird das Videoprojekt dank der Unterstützung durch die Sparkassen im Kreis Gütersloh, das Netzwerk Gewaltprävention des Kreises Gütersloh, die Jugendämter der Städte Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück und Verl sowie des Kreises Gütersloh und den Verein zur Kriminalprävention im Kreis Gütersloh e.V.

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