Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Clarholz-Herzebrock im SoVD
von Michael Wöstheinrich
Mit großer Freude blickte Dorothea Winkelmann auf die zahlreichen Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes Clarholz‑Herzebrock im SoVD, die am 28. Februar erstmals im Gasthaus Zum Holtbaum in Beelen stattfand. Die Vorsitzende begrüßte auch eine Reihe von Ehrengästen, denen sie im Verlauf der Veranstaltung Gelegenheit gab, Worte an die Versammlung zu richten.
Gleich nach dem Gedenken an die verstorbenen SoVD‑Mitglieder, das Birgit Strotmann mit einer besinnlichen Geschichte einleitete, überbrachte Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) die Grußworte der politischen Gemeinde. 1917, während des Ersten Weltkrieges, sei der SoVD gegründet worden und kümmere sich seitdem nicht nur um Opfer und Geschädigte von Kriegen, sondern um alle, die trotz eines guten Sozialsystems in Not seien. „Sie sorgen dafür, dass Menschen die Hilfe bekommen, auf die sie einen Anspruch haben – einfach und problemlos. Hoffentlich gibt es den SoVD noch lange“, so das Gemeindeoberhaupt. Anschließend stand der Bürgermeister Rede und Antwort zu Fragen rund um die Gemeindepolitik, etwa zum Glasfaserausbau, zum geplanten medizinischen Versorgungszentrum in Clarholz und zum schwierigen Thema Bahn.
Altbürgermeister Gottfried Pavenstädt, der auch in Vertretung für Ortsvorsteher Franz‑Josef Tegelkamp sprach, zeigte sich beeindruckt vom starken ehrenamtlichen Engagement des SoVD‑Ortsvereins. Er blickte – wie es schon Tradition ist – in die Geschichte zurück und erinnerte an die gute Nachbarschaft zu Beelen: „Und solange wir selbst keine Post haben, kaufen wir sogar hier unsere Briefmarken“, meinte er. Wie eng die Orte miteinander verbunden sind, könne man auch beim Schnatgang zwischen Clarholz, Herzebrock und Marienfeld sehen, der in der kommenden Woche stattfinden soll. Zudem wies Pavenstädt auf die Wiedereröffnung des Clarholzer Klostermuseums am 30. Mai hin.
Karl Haunert lud im Namen des Heimatvereins Clarholz bereits zum 26. April ein, wenn die neu geschaffene, durch eine Spendenaktion finanzierte Laurentius‑Figur als Ersatz für die vor einem Jahr gestohlene Bronze‑Skulptur eingeweiht wird.
Anschließend gab Dorothea Winkelmann drei Frauen das Wort, die in enger Partnerschaft mit dem SoVD zusammenarbeiten. Anita Maasjosthusmann, Vorsitzende der Caritas Clarholz, machte deutlich: „Wir helfen allen, denen es finanziell nicht so gut geht – wir müssen nur davon erfahren.“ Lucia Herfert, Vorsitzende der Caritas Herzebrock, bestätigte dies und ergänzte: „Uns gibt’s hoffentlich noch lange, und das wünschen wir dem SoVD auch.“ Aus der Arbeit des Seniorenbeirats berichtete die Vorsitzende Walburga Falkenreck. Zu den Angeboten gehören vielfältige Veranstaltungen und Hilfestellungen: „Wir geben im Familienzentrum Infos über staatliche Hilfeleistungen und zur Pflegeversicherung, bieten einen Besuchsdienst und einiges mehr. In der kommenden Woche haben wir Vorstandswahlen, und unsere gewählten Vertreter haben in der Gemeinde ein Antragsrecht.“
In ihrem Jahresrückblick berichtete Gertrud Erdhütter aus der Arbeit des aktuell 322 Mitglieder starken SoVD‑Ortsverbandes, zu dessen Schwerpunkten die Beratung rund um Anträge bei Behörden und Versicherungen gehört. „Doch zu unseren Aktivitäten gehören auch die Nikolausfeier im Konventhaus und unsere öffentliche Präsenz mit einem Wappenschild am Clarholzer Maibaum“, so die Schriftführerin.
Schatzmeisterin Heike Kurkowitz legte den Kassenbericht vor, und für die Revisoren sprach Walter Fögeling: „Es gibt bei der Kassenführung keine Beanstandungen.“ Für die Entlastung des Vorstands votierte die Versammlung daraufhin einstimmig.
Genauso einig war sich die Versammlung bei den Vorstandswahlen, die von Marianne Süwolto, der stellvertretenden Vorsitzenden des SoVD‑Kreisverbandes Gütersloh, geleitet wurden. Dorothea Winkelmann hatte sich bereit erklärt, noch ein letztes Mal für das Amt der Vorsitzenden zu kandidieren. Sie wurde einstimmig wiedergewählt – ebenso Schriftführerin Heike Kurkowitz, Schriftführerin Ursula Rosendahl sowie die Beisitzerinnen Gertrud Erdhütter und Birgit Strotmann. Die Ehepaare Keitemeier und Hauertmann wurden zu den Delegierten bei den Kreisverbandstagungen gewählt.
Im Gastvortrag stellten Monika Brinkmann und Monika Senge von der Hospizgruppe ihre Arbeit vor. „Wir begleiten Sterbende und ihre Angehörigen mit Gesprächen, entlasten sie, sorgen für Auszeiten und versuchen, für sie da zu sein und Wünsche zu erfüllen. Wir helfen bei Patientenverfügungen, halten Kontakt zum Palliativnetz und zum Hospizverein Gütersloh und einiges mehr“, erklärte Monika Brinkmann. Feste Beratungszeiten gibt es immer am ersten Mittwoch im Monat im Familienzentrum im Herzebrocker Zumbusch‑Haus.
Bevor es mit einem gemeinsamen Essen zum gemütlichen Teil des Nachmittags überging, ehrte Dorothea Winkelmann eine lange Liste von SoVD‑Mitgliedern für 10‑, 20‑ und 25‑jährige Verbandszugehörigkeit.