Zu wenig Abstand gehalten: Bus überholt Radfahrer mit Kinderanhänger

Zu wenig Abstand gehalten: Bus überholt Radfahrer mit Kinderanhänger

Am 23. September kam es in Herzebrock-Clarholz zu einer brenzligen Situation: Ein Vater war mit seinem Fahrrad inkl. Anhänger auf dem Storksweg unterwegs und wurde aufgrund zu wenig Abstandes von dem Bus erfasst

Die Fahrbahnbreite beträgt hier rund 4 Meter, der Fahrradanhänger 0,9 Meter. Ein Busfahrer mit einer Leerfahrt hatte es an dem Tag anscheinend besonders eilig zur Von-Zumbusch-Gesamtschule zu kommen und überholte den Fahrradfahrer trotz starker Windböen. Dabei konnte der Bus gar nicht die vorgeschrieben 2 Meter Abstand halten.

Durch eine Windboe von schräg rechts hinten, hat es den Fahrradfahrer zum Zeitpunkt der Überholung zur Seite versetzt und der Bus traf mit ca. 10 cm Überdeckung auf die hintere linke Ecke des Anhängers, warf diesen um und schob den Fahrradfahrer samt Anhänger auf den Grünstreifen. Wie durch ein Wunder blieb der Fahrradfahrer dabei unverletzt, der Anhänger wurde jedoch völlig zerstört. Zum Glück war an diesem Tag das Kind nicht mit dabei.

Laut StVO müssen Auto- und Busfahrer auf engen Fahrbahnen zunächst hinter den Radfahrern bleiben.

Das sah auch die Polizei so: Der Busfahrer wurde hier als Unfallverursacher gesehen und musste zusätzlich ein Verwarngeld bezahlen.

Dabei sagt die StVO ganz klar: Radfahrer überholen – bitte mit Abstand! Denn die StVO-Novelle schreibt vor, dass Radfahrer und E-Scooter-Fahrer innerorts nur noch mit einem Abstand von 1,50 Metern und mit 2 Metern außerorts überholt werden dürfen.

Übrigens: Es kann teuer werden, den Abstand nicht einzuhalten. Das Verwarnungsgeld für diesen Verstoß gegen die neue StVO beträgt 30 €, gefährdet man jemand anderen, können es sogar 80 € und ein Punkt in Flensburg sein, wird der andere Verkehrsteilnehmer geschädigt, sind 100 € und ein Punkt in Flensburg fällig.

Logo