Jubelkommunion- Ein Fest der Erinnerung und des Glaubens
Am Donnerstag feierte die Gemeinde die diesjährige Jubelkommunion – ein besonderer Gottesdienst, der Menschen zusammenführt, deren Erstkommunion viele Jahrzehnte zurückliegt. Die Messe würdigt nicht nur die persönlichen Lebenswege der Jubilare, sondern auch die Verbundenheit zur Kirche, die über Generationen hinweg Bestand hat.
Der Jubiläumstag begann am Donnerstag mit einem feierlichen Gottesdienst, der musikalisch von der Chorschola unter der Leitung von Siegfried Buske gestaltet wurde. Die Messe leitete Pfarrer Hengstebeck gemeinsam mit Diakon Arnold Stuckstätte. Besonders bewegend war für viele der gemeinsame Einzug in die Kirche. Christa Schlautmann erinnerte sich gerne zurück: „Wir sind genau so eingezogen wie damals. Es war ein Erlebnis. Damals schneite es und es war ein Stück kälter.“
In feierlicher Atmosphäre erinnerten sich die Teilnehmer an ihren eigenen Erstkommuniontag, an Familienfeste, an längst vergangene Schuljahre und an Wegbegleiter, die sie geprägt haben. Die Jubelkommunion ist damit weit mehr als ein liturgischer Anlass: Sie ist ein Stück gelebte Geschichte.
Die Kirchengemeinde St. Christina bietet jedes Jahr einen Gottesdienst für die verschiedenen Kommunionjubiläen an.
Goldkommunion – 50 Jahre später
Fünfzig Jahre nach ihrer Heiligen Erstkommunion am 25. April 1976 kamen die Teilenhemrn der Goldkommunion erneut zusammen. Manche hatten sich jahrzehntelang nicht gesehen, und doch erkannte man sich sofor wieder. Der Gottesdienst stand im Zeichen der Dankbarkeit – für gemeinsame Erinnerungen, für die Menschen, die ihren Lebensweg begleitet haben, und für die Erfahrungen, die sie geprägt haben.
Nach der gemeinsamen Messe ließen einige der ehemaligen Kommunionkinder den Vormittag noch gemeinsam in der Eisdiele ausklingen. Das Wiedersehen entstand eher spontan und ohne große Organisation – einige hatten sich vorher einfach lose verabredet.
Dort verbrachten die Teilnehmer der Goldkommunion noch gemeinsame Stunden, erzählten Geschichten von früher, lachten über Anekdoten aus der Schulzeit und entdeckten in den Gesichtern der anderen jene vertrauten Züge wieder, die auch nach einem halben Jahrhundert geblieben sind.
Die alten Fotos stammen aus dem Jahr 1976, welche die damalige Mädchen- und Jungengruppe zeigt. Auch diese Fotos entstanden auf der Treppe im Klostergarten vor der Heimatstube.
75 Jahre Erstkommunion – Eiserne Kommunion
Vor 75 Jahren, am 1. April 1951, feierten 108 Mädchen und Jungen ihre Erste Heilige Kommunion in St. Christina Herzebrock. Nun kamen 30 Jubilare erneut zusammen, um dieses besondere Ereignis gemeinsam zu feiern und Erinnerungen auszutauschen.
Damals wurde die Messe von Pfarrer Beinert gehalten. Viele der Teilnehmer erinnerten sich noch lebhaft an den großen Tag. Die weiteste Anreise hatte Magdalene Westhoff aus Everswinkel. Auch ein ehemaliges Kommunionkind aus Westkirchen war zur Feier gekommen. Die anderen sind in Herzebrock-Clarholz und Umgebung geblieben. Die Erinnerungen an die damalige Zeit wurden bei vielen Gesprächen wieder lebendig. Die Mädchen trugen zur Kommunion blaue Kleider mit Kränzchen im Haar. Die Jungen erschienen in kurzen Hosen und den damals typischen „kratzigen“ Strümpfen. Geschenke waren bescheiden: Häufig gab es Hortensien oder umhäkelte Taschentücher. „Wir waren mit wenig zufrieden“, erzählte Christa Schlautmann schmunzelnd.
Auch die Vorbereitung auf die Kommunion war damals noch ganz anders organisiert. Die Kommunion- und Beichtvorbereitung wurde vollständig von den Geistlichen übernommen. Für Kinder aus Groppel, Brock und Pixel war der Weg ins Dorf oft weit und beschwerlich.
Im Anschluss an die Messe kamen die Teilnehmer im Café des St. Josefs-Pflegeheims zu einem Empfangstrunk und gemeinsamen Spargelbuffet zusammen. Organisiert wurde die Jubiläumsfeier von einem fünfköpfigen Team.