Sternsingeraktion: „Segen bringen – Segen sein“ in Herzebrock
(CV) Mit dem bundesweiten Motto „Segen bringen – Segen sein“ sind am Samstag rund 24 Kinder und Jugendliche als Sternsinger durch Herzebrock gezogen. Dabei setzten sie sich erneut für die Rechte von Kindern weltweit ein und brachten den traditionellen Segen in viele Häuser der Gemeinde.
Der Tag begann am frühen Morgen in der Pfarrkirche St. Christina. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto wurden die Sternsinger im Aussendungsgottesdienst von Gemeindereferentin Jennifer Bochert auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie erzählte den Kindern von der Rolle der Heiligen Drei Könige und ihrer Bedeutung für die heutige Aktion. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der Choralsschola.
Trotz winterlicher Kälte machten sich die Gruppen anschließend gut gelaunt auf den Weg durch die Straßen von Herzebrock. Überall wurden sie freundlich empfangen, und viele Kinder berichteten, wie viel Freude ihnen das Sternsingen bereitet hat. Zahlreiche Teilnehmende kündigten bereits an, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen.
Organisiert wurde die Aktion von Gisela Ginten-Hoffmann (Pfarrgemeinderat), Hedwig Ewerszumrode und Felix Wiemann. Unterstützt wurden sie von engagierten Eltern und freiwilligen Helferinnen und Helfern, die die Gruppen begleiteten und für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Bei der diesjährigen Aktion kamen rund 3.000 Euro an Spenden zusammen. Da nicht alle Haushalte besucht werden konnten, liegen gesegnete Segenstreifen die nächsten zwei Wochen an der Krippe in St. Christina bereit. Auch dort besteht die Möglichkeit, eine Spende abzugeben.
Hintergrund: Der Stern von Bethlehem
Die Geschichte der Heiligen Drei Könige erinnert daran, wie die Weisen dem Stern folgten, um das neugeborene Jesuskind zu finden. Sie brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe – kostbare Gaben für einen König. Doch Jesus wurde in einer einfachen Krippe geboren, als Zeichen für Frieden und Nähe zu den Menschen. In dieser Tradition bringen die Sternsinger bis heute den Segen in die Häuser und setzen sich für Kinder in Not ein.
Der Segensspruch 20 C+M+B+26
Der bekannte Schriftzug steht nicht – wie oft angenommen – für die Namen der Könige, sondern für den lateinischen Segen „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Er wird mit gesegneter Kreide an die Tür geschrieben oder als Aufkleber angebracht.
Trotz des großen Engagements konnten nicht alle Straßen erreicht werden. Die Organisatoren danken allen Kindern, Helfenden und Spenderinnen und Spendern für ihren Beitrag zu dieser wichtigen Aktion.