10 Jahre im falschen Film – 110 Absolvent:innen der Von‑Zumbusch‑Gesamtschule feiern ihren Abschluss | Aktuelle Nachrichten und Informationen

110 Schüler:innen der Von‑Zumbusch‑Gesamtschule feierten ihren Abschluss in der Brandenburg‑Halle. Mit starken Botschaften aus Rathaus und Schulleitung, filmischen Analogien und viel Musik wurde der Jahrgang 10 verabschiedet – ein Nachmittag voller Mut, Gemeinschaft und neuer Wege.

10 Jahre im falschen Film – 110 Absolvent:innen der Von‑Zumbusch‑Gesamtschule feiern ihren Abschluss

Feierlicher Abschied der Jahrgangsstufe 10 an der Von‑Zumbusch‑Gesamtschule

Mit einem Abschluss-Gottesdienst und einer festlichen Veranstaltung in der Brandenburg‑Halle hat die Von‑Zumbusch‑Gesamtschule am Freitag, 3. Juli 2026, ihre Jahrgangsstufe 10 verabschiedet. Insgesamt 110 Schüler:innen erhielten ihre Abschlusszeugnisse – begleitet von Musik, Grußworten und persönlichen Momenten, die den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt markierten. Das diesjährige Abschlussmotto lautete augenzwinkernd: „10 Jahre im falschen Film“.

Die Bigband VZG eröffnete die Feier mit dem Rockklassiker „Smoke on the Water“ und sorgte damit für einen kraftvollen Einstieg. Weitere Musikbeiträge wie „Enter Sandman“ und „Tage wie diese“ setzten im Verlauf der Veranstaltung emotionale und energiegeladene Akzente.

Drei Reden, ein gemeinsamer Tenor: Mut, Verantwortung und Selbstbestimmung

Bürgermeister Marco Diethelm würdigte die Leistungen des Jahrgangs und machte deutlich, dass die Jugendlichen in den vergangenen Jahren weit mehr gelernt hätten als klassische Unterrichtsinhalte wie Grammatik, Geographie oder Statistik. Sie hätten gelernt, mit Druck umzugehen, Fristen einzuhalten, Konflikte auszutragen und sogar mit künstlicher Intelligenz umzugehen. All dies seien keine Nebensächlichkeiten, sondern eine echte Vorbereitung auf das Leben, betonte er. Zum Abschluss seiner Rede erinnerte Diethelm daran, wie wertvoll die eigene Heimat sein kann: Herzebrock‑Clarholz sei ein guter Ausgangspunkt und ein Ort, zu dem es sich lohne, irgendwann zurückzukehren und mitzugestalten.

Schulleiter Sebastian Menke griff das Abschlussmotto humorvoll auf und zog zahlreiche Analogien aus bekannten Filmklassikern. Er erinnerte an „Mission Impossible“, wenn Herausforderungen unüberwindbar schienen, zitierte „Apollo 13“ mit dem berühmten Satz „Houston, wir haben ein Problem“ und verwies auf „Findet Nemo“, dessen Botschaft „Einfach schwimmen“ für viele Situationen im Schulalltag passe. Menke betonte, dass niemand genau wisse, welche Geschichte die Jugendlichen künftig schreiben werden. Entscheidend sei jedoch, dass sie diese Geschichte selbst gestalten: Sie bestimmten, welche Werte sie leiten, wie sie mit Menschen umgehen und ob sie mit Mut die Regie ihres eigenen Lebens übernehmen.

Einen zentralen Teil der Feier gestaltete Johannes Schwichtenhöfel, Abteilungsleiter für die Jahrgänge 8 bis 10. In seiner Rede blickte er auf die Entwicklung der Schüler:innen zurück und hob hervor, dass Erfolg nicht aus Perfektion entstehe, sondern aus dem Weitermachen in schwierigen Momenten.

Er stellte die Vielfalt der erreichten Abschlüsse heraus: Insgesamt acht Schüler:innen erhielten ein Berichtszeugnis, zwei erreichten den Ersten Schulabschluss, 21 den Ersten Erweiterten Schulabschluss. 34 Jugendliche schlossen mit dem Mittleren Schulabschluss ab, weitere 45 erhielten den Mittleren Schulabschluss mit der Qualifikation für die Oberstufe. Schwichtenhöfel betonte, dass die Jugendlichen in den vergangenen Jahren Verantwortung übernommen, Konflikte gelöst und Rückschläge überwunden hätten. Die Zeugnisse seien daher nicht nur ein Stück Papier, sondern ein Nachweis über Mut, Ausdauer und persönliche Entwicklung.

Zeugnisübergabe und Auszeichnungen

Gemeinsam mit den Klassenlehrer:innen des Jahrgangs 10 überreichte Schwichtenhöfel die Abschlusszeugnisse und würdigte besondere Leistungen. Jede Klassenleitung hatte die Möglichkeit, drei Schüler:innen für ihr Engagement im Schulalltag hervorzuheben. Die Gründe für die Auszeichnungen waren vielfältig: Sie reichten von einem besonders verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen über herausragende Arbeit als Klassensprecher:in und musikalische Mitwirkung bis hin zu außergewöhnlicher Unterstützung innerhalb der Klassengemeinschaft.

Traditionell humorvoll präsentierten die Lehrer:innen der Jahrgangsstufe 10 einen eigenen Beitrag, der die gemeinsame Zeit mit dem Jahrgang aufgriff und für zahlreiche Lacher sorgte.

Zum Abschluss verabschiedete Schulleiter Menke den Jahrgang offiziell. Die anschließende Party am Abend bot viel Raum für Erinnerungen, Abschied und den Blick nach vorn – auf Ausbildung, Oberstufe oder andere Wege, die nun beginnen.