Die Schützengilde Herzebrock packt mit an – Flüchtlingsunterkunft erfolgreich saniert

Großes Engagement bewiesen am Wochenende 17 Frauen und Männer der Schützengilde Herzebrock, die für die Flüchtlinge aus der Ukraine einen Bungalow in Herzebrock renovierten und instand setzten.

Die Schützengilde Herzebrock packt mit an – Flüchtlingsunterkunft erfolgreich saniert

Immer mehr Ukrainer flüchten vor dem Krieg auch nach Herzebrock-Clarholz. Noch ist die Zahl mit 62 Flüchtlingen, die in der Gemeinde angekommen sind, überschaubar. Doch die Herzebrock-Clarholzer bereiten sich vor, um noch mehr Menschen aufnehmen zu können.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, um Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet aufzunehmen. Bürgermeister Marco Diethelm hatte die Schützengilde Herzebrock um Hilfe gebeten, leider gäbe es momentan nicht genügend sofort bewohnbaren Raum, einige Häuser und Wohnungen müssten erst mal bewohnbar gemacht werden. Nachdem die Schützenbruderschaft St. Hubertus Clarholz-Heerde Anfang März eine Unterkunft in Heerde hergerichtet hatte, engagierte sich jetzt auch die Schützengilde Herzebrock. Die Wohnfläche des leerstehenden Bungalows verteilt sich auf drei Ebenen mit vier Zimmern und Badezimmer, Gäste-WC, Küche sowie Keller und Garten. „Die Bereitschaft der Mitglieder war sehr groß, – für uns ist das selbstverständlich, wir bringen Fachpersonal aus Betrieben aus der Gemeinde mit und haben einen starken Vereinszusammenhalt, darüber bin ich sehr dankbar“, so der erste Vorsitzende der Schützengilde, Jochen Heitmann.

Die Aktiven arbeiteten Hand in Hand, am Freitagabend wurde der Bungalow entrümpelt, stark riechender Teppichboden wurde herausgerissen, Tapeten abgekratzt und kaputte Möbel zum Recyclinghof gebracht. Dort wird geprüft, ob man die Möbelstücke reparieren kann, bevor man sie wegwirft.

Tobias Witte, Schützenkönig im dritten Amtsjahr und Kevin Stroot ließen es sich nicht nehmen, auch mit anzupacken. Schließlich konnte Tobias Witte einmal mehr sein Können unter Beweis stellen und stellte auch das nötige Malerwerkzeug zur Verfügung.

Mit Putzlappen, Essig, Handschuhen und kräftigen Reinigungsmitteln rüsteten sich Edeltraud Collisi, Yvonne Korbach und Moni Rüsel aus, sie waren für das Säubern der Räume und des Mobiliars zuständig. Gerade Küche und Badezimmer nahmen enorm viel Zeit in Anspruch.

Die Wohnräume wurden mit Raufasertapeten neu tapeziert und gestrichen, die Elektronik wurde auf den neusten Sicherheitsstand gebracht, Glühbirnen ausgetauscht und Fehlerstrom ausgemessen.

Besonders freuten sich die Fachleute, dass keine Überraschungen wie Schimmel oder Wasserflecken entdeckt wurden. Die benötigten Materialien stellte die Gemeinde.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mehr als 22 Arbeitsstunden spendeten die Schützinnen und Schützen dem Projekt. Die Bäckerei Heiringhoff sponserte belegte Brötchen für die ehrenamtlichen Handwerker. Auch Bürgermeister Marco Diethelm schaute vorbei „Ein anderer Bungalow im besseren Zustand ist bereits belegt, wenn es weiter so gut läuft, könnte dieser Bungalow in einer Woche bezogen werden. Ich möchte mich ganz herzlich bedanken für Euren großen Einsatz. Auf Euch kann man zählen.“ Nach dem letzten Feinschliff erfolgt die Möblierung, bevor maximal 10 Flüchtlinge den Bungalow beziehen können. Rauchmelder, Telefon- und WLAN-Anschlüsse werden ebenfalls noch installiert. Möbel wird der Recyclinghof bereitstellen.

„Ein gutes Gefühl, wenn wir etwas zur Hilfe der Menschen aus der Ukraine beitragen können“, da waren sich die Schützen einig, die dem bevorstehenden Schützenfest vom 28. – 30. Mai entgegenfiebern.

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