Wahlwerbung: Sebastian Stölting bei Lückenotto Feinkost und Hof Lahrkamp

Wahlwerbung: Sebastian Stölting bei Lückenotto Feinkost und Hof Lahrkamp

Sebastian Stölting (Bündnis90/Die Grünen) war zum Thema Regionale Lebensmittel am 20.09.2021 noch einmal in Herzebrock-Clarholz unterwegs. Regionalität fängt im Stall an. So führte die erste Station des Nachmittags zum Hof Lahrkamp. Der landwirtschaftliche Betrieb, der mit 38ha Fläche im Nebenerwerb bewirtschaftet wird, befasst sich mit der Zucht von Bunten Bentheimer Schweinen. Die Rasse, die auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft ist, gilt als sehr robust und stressresistent. Der Besamer läuft hier auf vier Pfoten in Form eines Ebers herum. Während die Ferkel bei den Teilnehmern ein Entzücken auslösten, schaute die Fam. Lückenotto aus Sicht der Verwerter auf die Tiere. Das Fleisch mit seinem innermuskulären Fettäderchen gilt als sehr delikat und aromatisch im Geschmack. Angesprochen aus landwirtschaftlicher Sicht wurden noch die Subventionspolitik, das Baurecht und der Alterskassenbeitrag. Hier braucht es auch vernünftige Regelungen für Nebenerwerbsbetriebe, so die Bitte an die Politik.

Der zweite Teil des Nachmittags führte zum Geflügelschlachtbetrieb Lückenotto an die Dieselstraße. Angefangen vom Schlachthaken bis zum Räucherofen wurde den Teilnehmern jeder einzelne Arbeitsschritt ausgiebig erklärt und alle Türen geöffnet. Die enge Taktung der Wochenarbeitstage mit den verschiedenen Anforderungen und dem vielfältigen Warenangebot zur Beschickung der Wochenmärkte war beeindruckend. Zur Sprache kamen auch die Bruderhähne. Aus Sicht der Fam. Lückenotto macht das nicht viel Sinn. Das Fleisch lässt sich zum großen Teil nur als Pressfleisch verwenden. Ob die Aufzucht wirklich nachhaltig und klimafreundlich ist, sollte noch einmal hinterfragt werden. Sind Zweinutzungshühner die Lösung? Michael und Marcel Lückenotto berichteten über zukünftige Investitionen, die sie noch tätigen möchten. Jedoch ist hier mit stark gestiegenen Anschaffungskosten aufgrund der Rohstoffknappheit zu rechnen. Die überbordende Bürokratie war auch in diesem Betrieb wieder ein Thema. Risikoorientierte Kontrollintervalle und einfache digitale Formulare könnten hier vielleicht helfen. Der Betrieb würde gerne ausbilden, aber die Suche nach Auszubildenden ergibt sich als äußerst schwierig. Gewerbeverein und Gesamtschule könnten mit politischer Begleitung kooperierende Veranstaltungen vereinbaren. Dem Handwerk wieder mehr Wertschätzung geben. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Besichtigungen. Der Blick hinter die Kulissen hat bei Sebastian Stölting und den Teilnehmern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Weitersagen gerne erwünscht.

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