Ein Tag voller Herausforderungen, Vertrauen und Spaß
von Kutschen‑Freunde Herzebrock‑Clarholz
Ein Bobbycar, ein Bällebad, eine Wippe und Poolnudeln auf dem Fahrplatz – was auf den ersten Blick nach einem Kinderspielplatz klingt, wurde am Sonntag, dem 16.08.2026, zur spannenden Trainingskulisse für Pferde und Ponys. Gemeinsam mit Ronja Stemke und ihrem mobilen Trail-Parcours erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen abwechslungsreichen Trainingstag, bei dem Mut, Gelassenheit und Vertrauen im Mittelpunkt standen.
Bereits um 8:30 Uhr bauten die Teilnehmenden den Trail gemeinsam auf. Danach nutzten insgesamt 15 Personen die Gelegenheit, mit ihren Pferden und Ponys die unterschiedlichsten Hindernisse zu erkunden. Dabei zeigte sich die beeindruckende Vielfalt des Sports: Vom Shetlandpony über Welsh-Ponys bis hin zum Deutschen Sportpferd und schweren Warmblut war alles vertreten. Für jedes Tier bot der Parcours passende Herausforderungen und neue Erfahrungen.
Der Trail diente vor allem der Desensibilisierung der Pferde. Ziel war es, die Tiere auf verschiedenste Situationen vorzubereiten und dadurch mehr Sicherheit im Alltag und im Straßenverkehr zu schaffen – ein besonders wichtiger Aspekt für Kutschpferde. Gleichzeitig bot das gemeinsame Bewältigen der Hindernisse die Möglichkeit, das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd weiter zu stärken.
Die verschiedenen Stationen sorgten für abwechslungsreiche Aufgaben. Für einige Ponys waren bereits die Seifenblasen eine spannende Begegnung, andere mussten sich mit dem Bobbycar, dem Bällebad oder der Wippe auseinandersetzen. Viele Pferde und Ponys ließen sich jedoch weder von bunten Farben noch von ungewohnten Geräuschen oder wackelnden Untergründen beeindrucken und meisterten die Aufgaben mit großer Gelassenheit.
Jedes Pferd und jedes Pony hatte dabei seine eigenen Herausforderungen, an denen gearbeitet werden konnte. Wer die Hindernisse problemlos absolvierte, konnte den Schwierigkeitsgrad steigern. So präsentierte ein Pony sogar seine Tricks wie Hinlegen, Hinsetzen oder „Huf geben“ an den einzelnen Stationen. Auch die Menschen hatten Freude daran, die Pferde herauszufordern – sei es durch Bobbycar-Fahren oder das Tanzen mit Pompons. Für viele Tiere war dies kein Problem, und dort, wo Unsicherheiten entstanden, boten sich wertvolle Trainingsansätze.
Die Ponys und Pferde wurden geführt, geritten oder vom Boden aus gefahren. Dadurch konnte jede Person teilnehmen, ihren individuellen Schwierigkeitsgrad finden und gemeinsam mit ihrem Pferd über sich hinauswachsen.
Da der Trail von allen Beteiligten so positiv angenommen wurde, soll auch im kommenden Frühjahr versucht werden, Ronja erneut für einen Trainingstag zu gewinnen. So kann hoffentlich wieder ein Tag voller Spaß, Herausforderungen und wertvoller Erfahrungen für Mensch und Pferd entstehen.