Frischgebackene Eltern bedanken sich jetzt bei Lara Altemeier und Olaf Faßbender von der Polizeiwache Stukenbrock/Senne

„Das war die Autofahrt unseres Lebens – herzlichen Dank für ihre spontane Eskorte ins Krankenhaus!“

Frischgebackene Eltern bedanken sich jetzt bei Lara Altemeier und Olaf Faßbender von der Polizeiwache Stukenbrock/Senne

„Ohne sie wäre unser Sohn Mateo auf der A33 zur Welt gekommen. Wir hätten es nie im Leben zum Krankenhaus geschafft. Ob der kleine Mann, der direkt nach der Geburt mit einem Beutel beatmet werden musste, es dann geschafft hätte? Bis ein Krankenwagen da gewesen wäre, wäre nochmal kostbare Zeit verloren gegangen, das mag man sich gar nicht vorstellen. Sie waren da, haben augenblicklich die richtige Entscheidung getroffen und sind uns so im aller schönsten Sinne des Wortes Freund, Helfer und Lebensretter gewesen“ - sichtlich gerührt und mit Tränen in den Augen bedankte sich jetzt das Ehepaar Cristina und Matthias Goedtke aus Herzebrock-Clarholz bei der Polizeikommissaranwärterin Lara Altemeier und beim Hauptkommissar Olaf Faßbender von der Autobahnpolizeiwache Stukenbrock/Senne für ihren Einsatz.

„Olaf, da saß eine Frau mit dickem Bauch auf dem Beifahrersitz, der ging es gar nicht gut“, so Lara Altemeier am 19. Juni auf der Autobahn A 33 zu ihrem Kollegen und dann ging alles ganz schnell. (Herzeblog berichtete)

Aus polizeilicher Sicht sei es die Entscheidung gewesen, die zum Ziel geführt hat. „Es war die beste Entscheidung für alle, mit eingeschaltetem Blaulicht und Einsatzhorn haben wir vom Sonder- und Wegerecht gebrauch gemacht und sind vorweg gefahren“, berichtete Olaf Faßbender im Nachhinein. „In der Situation hat man einfach funktioniert“, so Matthias Goedtke, der mit über 220 km/h im Schatten des Polizeiautos fuhr. Seine Ehefrau Cristina Goedtke, die neben ihm auf dem Beifahrersitz saß, stand kurz vor der Geburt.

Vor dem Haupteingang der Frauen- und Kinderklinik St. Louise in Paderborn waren die Polizeibeamten erleichtert, weil sie rechtzeitig am Krankenhaus angekommen waren, „Ein schönes Ereignis für uns, wenn man dann sieht, dass alles gut gegangen ist und man die Familie so unterstützen konnte, darüber freuen wir uns sehr“, fügte Faßbender hinzu.

Es sei eine Punktlandung gewesen und ein Einsatz, der für alle Beteiligten in Erinnerung bliebe.

Mateo Goedtke erblickte um 19.35 Uhr im Auto das Licht der Welt - der Motor des Wagens lief noch. Hebammen und Rettungssanitäter der Klinik standen bereit und versorgten die frischgebackene Familie. Der kleine Mann wog bei seiner Geburt 2.930 Gramm und war 50 cm groß. Laut Navi wäre das Ehepaar Goedtke erst um 19.45 Uhr im Klinikum eingetroffen. Mittlerweile ist Familie Goedtke zu Hause und genießt die Familienzeit.

Lara Altemeier, Olaf Faßbender und Pressesprecher Fabian Rickel freuten sich jetzt über das Wiedersehen und überreichten Geschenke in Form eines Bodys und einem Kuschelteddy für Mateo und seine große Schwester Marla (1).

Der Name Mateo kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Geschenk Gottes“. - „Wir haben ein normales Geschenk bestellt mit der Standard Lieferzeit. Bekommen haben wir eines als Limit Edition in Express Zustellung“, so Matthias Goedtke. „Unser Sohn ist etwas ganz Besonderes. Es wurde festgestellt, dass er nicht nur alles hat, sondern sogar über ein Chromosom mehr verfügt als wir „Durchschnittsmenschen“ es haben. Er hat das Down-Syndrom. Wir dürfen ein ganz außerordentliches und überaus liebenswertes Kind auf seiner Reise in ein glückliches Leben begleiten.“

In Kontakt bleiben wollen die Lebensretter und Familie Goedtke auf jeden Fall.

Der WDR begleitet heute das Zusammentreffen mit der Kamera: Lokalzeit um 19.30 Uhr.

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