Landtagswahl: Kandidat:innen-Befragung zum Thema Sonstiges

Landtagswahl: Kandidat:innen-Befragung zum Thema Sonstiges

Auf Herzeblog.de möchten wir Euch Kandidat:innen vorstellen, die in unserem Wahlkreis (Gütersloh II) auf dem Stimmzettel stehen. Wir haben sie zu sechs großen Themenfeldern befragt: Wohnraum, Pflege, Klimaschutz, Bildung, Einzelhandel und Sonstiges.

Heute geht es mit dem Thema Sonstiges weiter:

6. Hier ist noch Platz für ein Statement von Ihnen zu weiteren Themen, die für Sie besonders wichtig sind.

Raphael Tigges, CDU: Die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zeigen, dass Freiheit und Sicherheit sowohl nach außen wie auch nach innen nicht umsonst zu haben und keinesfalls garantiert sind. Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Einsatzkräfte der Hilfsdienste leisten überragende Arbeit und sorgen für die Sicherheit der Menschen in NRW.
Die Durchsetzung von Recht und Ordnung, der Schutz von Opfern und Eigentum sowie die Verteidigung unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung sind für uns in der CDU unverrückbare Leitplanken.
Damit das Land weiterhin seine Null-Toleranz-Strategie gegenüber jeder Form von Kriminalität verfolgen kann, haben wir unsere Sicherheitskräfte mit zusätzlichem Personal und modernster Technik ausgestattet. In den kommenden Jahren wollen wir 3.000 neue Polizeibeamte pro Jahr ausbilden.
Der Clankriminalität haben wir erfolgreich den Kampf angesagt und in bislang fast 2.000 Einsätzen mehr als 5.000 Objekte kontrolliert und 22.000 Verstöße geahndet. Wir werden auch weiterhin keinen rechtsfreien Raum dulden und eine harte Linie gegenüber der organisierten Clankriminalität fahren. Um junge Menschen aus der Clankriminalität zu holen, werden wir Präventions- und Aussteigerprogramme ausbauen.
Die Bekämpfung von Cyberkriminalität wird in Zukunft eine zunehmend wichtigere Aufgabe der Polizei werden. Deshalb werden wir das Kompetenzzentrum Cybercrime der Polizei NRW ausbauen sowie Aus- und Fortbildungen von Polizeibeamten fördern.

Wibke Brehms, Bündnis 90 / Die Grünen: Klimapolitik passiert vor Ort. Das konkrete politische Handeln entscheidet am Ende darüber, ob wir Klimaschutz und Wohlstand miteinander verbinden können oder nicht.
An der Planung der B64n wird in Herzebrock-Clarholz konkreter Klimaschutz greifbar. Seit Jahren wird die Idee vom Bau vorangetrieben. Seit Jahren warnen Expert*innen, dass der Bau der B64n weder sinnvoll für die Menschen in Herzebrock-Clarholz noch für den Klima- und Umweltschutz ist. Seit Jahren setzen wir GRÜNE uns gegen den Bau der B64n ein. Durch den Neubau der Bundesstraße würde jede Menge neuer Boden versiegelt werden. Eine neue Straße würde den Ausbau des ÖPNV behindern und in Konkurrenz dazu stehen. Für die Bürger*innen von Herzebrock-Clarholz würde die B64n im besten Falle eine geringe Entlastung der alten B64 bedeuten, gleichzeitig würden jedoch mehr CO2 und Feinstaub in die Luft geblasen werden. Schöne - teils geschützte - Landstriche würden zubetoniert werden. Ich sage ganz klar: Das warf nicht passieren.
Das Geld und die Zeit, die für den Neubau von Straßen aufgewendet wird, sollten wir lieber in andere Projekte stecken, die einen Mehrwert für unsere Gesellschaft haben: In Schulen und Kitas. In Busse, Bahnen und andere Mobilitätsangebote im ländlichen Raum. In bezahlbaren Wohnraum. In Orte der Begegnung, die unsere Heimat lebenswert machen.
Dafür setze ich mich mit ganzer Tatkraft ein. Für ein lebenswertes Herzebrock-Clarholz und Ihre sichere Zukunft.

Daniel Loermann, FDP: Zum Motto meines Wahlkamps habe ich das Thema Freiheit gemacht. Nicht nur in der Pandemie haben wir uns viel zu sehr zu Lasten von Eigenverantwortung und unseren Freiheitsrechten von Angst steuern lassen. In der aktuellen weltpolitischen Lage durch den Krieg in der Ukraine sehen wir, wie stark die Sehnsucht nach Freiheit Menschen machen kann. Ich möchte, dass die weltbekannte „German Angst“ sich zu „German Mut“ wandelt und wir uns in Eigenverantwortung den Herausforderungen der näheren Zukunft stellen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir weiterhin eine Willkommenskultur leben, Unabhängigkeit in der Energieversorgung durch Freiheitsenergien erreichen, das Problem des Fachkräftemangels kreativ lösen und OWL ein Leuchtturm der wirtschaftlichen Innovation wird. Dafür möchte ich gern Verantwortung übernehmen und bitte am 15. Mai um Ihre Stimme!

Stefan Schneidt, SPD: Die Politik der letzten Jahre hat viele Menschen meiner Generation sehr frustriert. Spenden-, Masken- und Aserbaidschan-Affäre sind nur einige Beispiele. Die Meinung der Jugend wurde oft nicht gehört oder nicht ernst genommen. Eine Politik, die eine gesamte Generation größtenteils ausschließt, ist ungerecht und nicht zukunftsorientiert. Ich bin mir sicher, dass wir das besser können. Ich engagiere mich, um Dinge zu verändern und Gerechtigkeit zu schaffen. Für das 1,5-Grad-Ziel ist diese Legislaturperiode die letzte Chance. Eine ehrliche Politik und ein anderer Politikstil sind möglich. Deshalb kämpfe ich für ein Lobbyregister in NRW und kandidiere um das Amt des Landtagsabgeordneten.

Weitere Themen (Veröffentlichungen folgen):

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung einen Wahl-O-Mat erstellt. Über die Beantwortung von 38 Thesen erfährt man, welcher Partei man inhaltlich am nächsten steht.

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