Gedenkansprache am 11. November um 17 Uhr am Fuhrmannsplatz

Bürgermeister der Gemeinde Herzebrock-Clarholz erinnert an Novemberpogrom 1938

Gedenkansprache am 11. November um 17 Uhr am Fuhrmannsplatz

Bürgermeister Marco Diethelm wird am Donnerstag 11. November um 17 Uhr öffentlich an die jüdische Tradition in Herzebrock und die Verfolgung und Ermordung der Herzebrocker Juden erinnern. Er wird an der Stele am Fuhrmannsplatz eine Gedenkansprache halten und einen Kranz niederlegen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden die Häuser der Herzebrocker Juden überfallen, die Geschäfts- und Wohnungseinrichtungen demoliert und die Bewohner gequält und geschlagen. Die Männer wurden für mehrere Wochen in Konzentrationslagern gefangen gehalten. Schon vor 1938 waren jüdische Familien, die seit Jahrzehnten in Herzebrock gelebt hatten, ins Ausland geflohen. Andere folgten ihnen in den verbleibenden Monaten bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Wer nicht entkommen konnte, wurde in der Shoah umgebracht.

Die von Hans-Bernhard Vielstädte geschaffene Stele erinnert an die jüdische Tradition in Herzebrock und die Verfolgung und Ermordung der Herzebrocker Juden. Die Stele geht auf eine Initiative der Israel-AG am Einsteingymnasium in Rheda-Wiedenbrück zurück.

Logo