Erster Spatenstich für den Rathausneubau in Herzebrock‑Clarholz
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat am Mittwoch, 10. Juni, offiziell der Bau des neuen Rathauses in Herzebrock‑Clarholz begonnen. Bürgermeister Marco Diethelm setzte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, dem ausführenden Bauunternehmen Gebrüder Lorenz GmbH, den Planern von AIG Osthues und Partner sowie Heimspiel Architekten das Startsignal für eines der größten kommunalen Bauprojekte der kommenden Jahre.
Der Neubau entsteht am bisherigen Standort Am Rathaus 1, wo das alte Verwaltungsgebäude vor Kurzem vollständig zurückgebaut wurde. Das neue Rathaus wird in massiver Stahlbetonbauweise errichtet und umfasst vier Obergeschosse sowie ein Kellergeschoss. Insgesamt entstehen 2.944,86 m² Nettoraumfläche, der Bruttorauminhalt liegt bei rund 12.410 m³, die Gebäudehöhe bei etwa 16 Metern. Damit schafft die Gemeinde moderne, funktionale und barrierefreie Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeitenden – und einen zeitgemäßen Anlaufpunkt für die Bürgerinnen und Bürger.
Bürgermeister Marco Diethelm betonte beim Spatenstich die Bedeutung des Projekts für die gesamte Gemeinde: „Wir bauen hier nicht nur ein Rathaus, sondern einen Ort, der für die gesamte Gemeinde offensteht. Mit dem neuen Multifunktionssaal entsteht erstmals ein Raum, der auch für Vereine, Kultur und öffentliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Das Rathaus soll ein Haus für alle Bürgerinnen und Bürger werden.“
Förderung durch das Land NRW, Zeitplan und Kosten
Im vergangenen Jahr übergab Staatssekretär Daniel Sieveke den Zuwendungsbescheid über 6,945 Millionen Euro für den Rathausneubau. Die Förderung stärkt die Ortsmitte nachhaltig und ist Teil des Landesprogramms „Lebendige Zentren“, das Kommunen bei der Entwicklung attraktiver und zukunftsfähiger Ortskerne unterstützt.
Die Fertigstellung des neuen Rathauses ist für Frühjahr 2028 vorgesehen. Laut Kostenberechnung vom 12. September 2024 belaufen sich die Gesamtkosten auf 14,3 Mio. Euro.
Beim Rückbau des alten Gebäudes gab es einige unerwartete Herausforderungen – eine Phase, die bei Neubauprojekten häufig zu den anspruchsvollsten gehört. „Trotz dieser Hürden hat am Ende alles gut geklappt“, so Diethelm.
Mit Blick auf den weiteren Verlauf ergänzte er: „Nach einigen Herausforderungen im Rückbau sind wir wieder im Zeitplan. Natürlich beobachten wir die Preis- und Rohstoffentwicklung aufmerksam, doch wir sind zuversichtlich, dass wir dieses große Projekt gemeinsam gut bewältigen. Der heutige Spatenstich zeigt, dass wir entschlossen vorangehen.“