Astrofotografie in Herzebrock-Clarholz
In Herzebrock‑Clarholz richtet sich der Blick seit einiger Zeit nicht nur auf den Boden, sondern immer öfter in den Himmel: Die beiden Hobby‑Fotografen Henrik Sonntag und Diane Starke haben ihre Leidenschaft für die Astrofotografie direkt vor der eigenen Haustür entdeckt. Aus ihrem Garten in Herzebrock‑Clarholz heraus halten sie faszinierende Himmelsobjekte fest – von farbintensiven Nebeln bis hin zu weit entfernten Galaxien. Mit dem smarten Teleskop ZWO Seestar S50 arbeiten sie oft über mehrere Nächte hinweg, um möglichst viel Licht einzufangen und die feinen Strukturen des Universums sichtbar zu machen.
Für jedes Motiv erstellen sie zahlreiche Einzelbilder mit jeweils zehn Sekunden Belichtungszeit. Diese werden anschließend „gestackt“, also übereinandergelegt, um ein besonders klares und detailreiches Endergebnis zu erzielen. Die finale Bearbeitung erfolgt mit den Programmen Siril und GIMP, mit denen Farben verstärkt und Kontraste präzise herausgearbeitet werden. Die Bezeichnungen der fotografierten Objekte sind jeweils direkt auf den Bildern oder im Dateinamen vermerkt.
Auch am kommenden Mittwoch wollen Henrik Sonntag und Diane Starke wieder den Himmel über Herzebrock‑Clarholz beobachten: Sie planen, die partielle Sonnenfinsternis am 12. August einzufangen. Aus ihrem Garten wird das Phänomen vermutlich nicht optimal zu sehen sein, doch in der Gemeinde gibt es sicher einige schöne Plätze mit passendem Winkel und freier Sicht nach Westen.
Die Sonnenfinsternis beginnt in NRW um 19:15 Uhr und endet um 21:03 Uhr. Damit fällt das gesamte Ereignis in die Abendstunden – ein idealer Zeitpunkt für Beobachtungen und Fotos.
Dabei sollte unbedingt beachtet werden, was das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt. Ein ungeschützter Blick in die Sonne ist hochgefährlich, denn sichtbares Licht und Infrarotstrahlung treffen mit großer Intensität direkt auf die Netzhaut und können sie in kürzester Zeit dauerhaft schädigen. Besonders tückisch ist, dass solche Schäden keinen Schmerz auslösen – wenn die Einschränkung des Sehvermögens bemerkt wird, ist es bereits zu spät. Auch die Beobachtung durch Ferngläser, Teleskope oder Kameras ist ohne spezielle Filter extrem riskant, da diese Geräte das Sonnenlicht zusätzlich bündeln. Normale Sonnenbrillen oder improvisierte „Hausmittel“ wie CDs, Filmstreifen oder rußgeschwärzte Gläser bieten keinen Schutz und dürfen nicht verwendet werden. Also noch schnell die passenden Brillen besorgen.
Wir sind gespannt, wie diese Fotos ausfallen werden.
Hier findet Ihr ein paar Aufnahmen der Nebel und Galaxien von Henrik und Diane: