Gemeindeverwaltung möchte private Bahnübergange in Clarholz schließen lassen

Lärmbelästigung könnte halbiert werden

Gemeindeverwaltung möchte private Bahnübergange in Clarholz schließen lassen

In Clarholz pfeift die Bahn bei jedem Zug viermal laut. Die Warnsignale ertönen tagsüber circa alle halbe Stunde. Dies ist der Takt, in dem die Züge dort abwechselnd in beiden Fahrtrichtungen unterwegs sind.

Die Signale sendet die Bahn wegen der unbeschrankten Bahnübergänge aus. Sie sind lediglich durch ein Andreaskreuz gesichert. Das Pfeifsignal soll auf die herannahende Gefahr durch den Zugverkehr aufmerksam machen. Die Geräusche werden im Ortsteil jedoch zunehmend als Belastung empfunden.

Damit die Lärmbelästigung gemindert werden kann, soll die Anzahl der Bahnübergänge verringert werden. Der Wunsch ist es, die drei privaten Übergänge zu schließen. Dazu ist die Gemeinde in Abstimmung mit dem Eigentümer der ehemaligen Baustoffhandlung und der Gaststätte Huckenbeck, an die Bahn herangetreten.

Rechtlich muss nämlich der Grundstückeigentümer einen Antrag bei der Bahn stellen. Durch die Vermittlung der Gemeinde hat sich die Bahn nun mit dem Eigentümer in Verbindung gesetzt. Der Eigentümer hat der Schließung zugestimmt. Wenn die nun rechtlich notwendigen Schritte erfolgreich gegangen sind, können die Bahnübergänge beseitigt werden. Mittels durchgängiger Leitplanken könnten die Lücken dort geschlossen werden.

„Ich hoffe, dass das Verfahren möglichst schnell zu Ende geführt wird und wir die Akustik ein wenig erträglicher gestalten können. Auch könnte die Bahn dann ein wenig schneller fahren“, erklärt Bürgermeister Marco Diethelm.

Diese Maßnahmen würden die Pfeiftöne von vier auf zwei pro Zug reduzieren. Der Übergang an der Lindenstraße bliebe vorerst jedoch bestehen.

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