Viva la Musica begeistert die Zuhörer: Zwei Männerchöre und ein Akkordeonorchester sorgen für einen musikalischen Nachmittag voller Höhepunkte
(maw) Zwei schwungvolle Stunden, ein abwechslungsreiches Musikprogramm und ein begeistertes Publikum: Das Konzert „Viva la Musica“ in der gut gefüllten Aula der Wilbrandschule wurde zu einem musikalischen Erlebnis. Nach der erfolgreichen Premiere in Oelde vor drei Wochen präsentierten der Männerchor Oelde, der Männerchor „Eintracht Clarholz“ und das Akkordeonorchester „Hohnerklang“ Oelde ihr gemeinsames Programm nun auch in Herzebrock-Clarholz – und trafen damit den Geschmack der Zuhörer.
Musikalischer Auftakt mit einer Liebeserklärung an die Musik
Passender hätte der Konzertbeginn kaum sein können: Mit dem Loblied „Viva la Musica“ stimmten die beiden Männerchöre auf den musikalischen Spätnachmittag ein. Chorleiter Gregor Lieckenbröcker begrüßte die Gäste und lud sie mit den Worten „Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Musik“ zum entspannten Zuhören ein.
Mit „Morgenlicht“, nach der Melodie des Cat-Stevens-Klassikers „Morning Has Broken“, und dem Lied „Der Wanderer“ begann das Programm zunächst ruhig und besinnlich. Anschließend brachte das Akkordeonorchester „Hohnerklang“ mit dem temperamentvollen „Tango Appassionado“ Schwung in die Aula.
Bei zwei weiteren gemeinsamen Auftritten der Chöre setzte Solist Günter Heimeier besondere Akzente. Die Stücke „Wo Liebe ist, wird Frieden sein“ und „O Herr, welch ein Morgen“ sorgten für gefühlvolle und nachdenkliche Momente.
Von Disney-Musicals bis zu beliebten Schlagern
Nach der Pause nahm das Konzert wieder Fahrt auf. Mit einem abwechslungsreichen Medley aus Disney-Musicals zeigte das Akkordeonorchester eindrucksvoll, wie vielseitig seine Instrumente eingesetzt werden können.
Gesellig wurde es, als Chöre und Orchester bekannte Klassiker wie „Griechischer Wein“ und „Die kleine Kneipe“ anstimmten. Dabei waren auch die Besucher gefragt: Sie konnten mitsingen und wurden so selbst Teil des musikalischen Nachmittags.
Für besonders viel Beifall sorgte ein ABBA-Medley mit beliebten Hits wie „Mamma Mia“, „Fernando“ und „Thank You for the Music“. Mit „Ich war noch niemals in New York“ ging es schwungvoll weiter. Beim abschließenden „Sonnenwalzer“ schunkelten zahlreichenGäste im Walzertakt mit.
52 Mitwirkende sorgen für musikalische Vielfalt
Für den abwechslungsreichen Klang sorgten insgesamt 32 Sänger der beiden Männerchöre sowie 20 Musikerinnen und Musiker des Akkordeonorchesters „Hohnerklang“. Die Chöre standen unter der Leitung von Gregor Lieckenbröcker, das Orchester dirigierte Olaf Wittelmann. Martin Tigges begleitete die Sänger am Klavier.
Das Zusammenspiel der Ensembles machte deutlich, wie gut unterschiedliche musikalische Klangwelten miteinander harmonieren können. Von gefühlvollen Chorstücken über temperamentvolle Rhythmen bis hin zu bekannten Schlagern war für jeden Geschmack etwas dabei.
Einladung an neue Sänger: „Eintracht Clarholz“ freut sich über Verstärkung
Zum Abschluss des Konzerts bedankte sich Chorleiter Gregor Lieckenbröcker bei allen Mitwirkenden. Mit einem Augenzwinkern nahm er dabei auch die unterschiedliche Kleidung der Sänger in den Blick: Während die Oelder in roten Sakkos auftraten, trugen die Clarholzer Schwarz. Da die roten Jacken deutlich in der Überzahl waren, nutzte Lieckenbröcker die Gelegenheit für einen Aufruf an potenzielle neue Sänger.
Der Männerchor „Eintracht Clarholz“ freue sich über Verstärkung. Wer Spaß am Singen habe und Teil einer musikalischen Gemeinschaft werden möchte, sei herzlich willkommen.
Für das Akkordeonorchester hatte Heiner Bellmann aus dem Leitungsteam eine besondere Aufmerksamkeit vorbereitet. Statt eines Blumenstraußes, der sich nur schwer gerecht unter allen Beteiligten aufteilen lässt, überreichte er eine Flasche Clarholzer Heimatwasser.
Zugaben und kräftiger Applaus zum Abschluss
Natürlich durfte auch eine Zugabe nicht fehlen. Mit dem Udo-Jürgens-Hit „Schenk mir noch eine Stunde“ brachten Sänger und Musiker vermutlich genau das zum Ausdruck, was sich auch viele Gäste wünschten: dass dieser gelungene musikalische Nachmittag noch ein wenig länger dauern könnte.
Den endgültigen Schlusspunkt setzte die Männerhymne „Wenn Freunde auseinander gehen, sagen sie auf Wiedersehen“.
Der kräftige Applaus und die Stimmung in der Aula machten deutlich, wie gut das gemeinsame Konzert beim Publikum angekommen war. „Viva la Musica“ bot beste Unterhaltung mit besinnlichen Melodien, temperamentvollen Rhythmen und beliebten Schlagern. Für die drei Ensembles war der Auftritt in Herzebrock-Clarholz damit ein weiterer gelungener Beleg für die Freude an gemeinsamer Musik.