Insider: Herzeblog – „Mal eben einen Artikel einstellen“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Weiter geht’s mit unseren Herzeblog‑Insidern: Diesmal dreht sich alles um Content‑Produktion. Jede Plattform hat eigene Regeln, Formate und Längen – und Vereine liefern mal viel, mal wenig. „Mal eben“ gibt es hier nicht. Content heißt jonglieren.

Insider: Herzeblog – „Mal eben einen Artikel einstellen“

Weiter geht es mit unserer Reihe „Herzeblog-Insider“, heute das Thema Content-Produktion.

Wenn jeder Kanal eigene Regeln hat – und trotzdem alle bedient werden

Wer glaubt, ein Beitrag sei „mal eben schnell online“, hat vermutlich noch nie versucht, Content gleichzeitig für Website, App und unterschiedliche Social Media Kanäle aufzubereiten. Jede Plattform hat ihre eigenen Sonderwünsche – und alle verhalten sich, als wären sie der Mittelpunkt des digitalen Universums.

Bilder?

Hochformat für Social Media, Querformat für Website und App. Und natürlich hat jeder Kanal seine ganz persönlichen Lieblingsmaße. Ein Bild für alle? Ein schöner Traum.

Oder man entscheidet sich für eine Story: 1080 × 1920 Pixel für Social Media – aber auf Website und App läuft die Info unter „kurz & lokal“ wieder im Querformat.

Videos?

Bitte exakt auf den Takt geschnitten – aber für Instagram, Facebook, TikTok und YouTube jeweils anders. Und wenn man endlich die perfekte Musik für Instagram gefunden hat, meldet sich die nächste Plattform: „Diesen Song darfst du hier nicht nutzen.“ Also bei YouTube und TikTok jeweils wieder von vorn.

Texte?

Instagram erlaubt 2.200 Zeichen, Threads nur 500, TikTok 4.000, Facebook dagegen zeigt sich großzügig und lässt bei der Textlänge fast alles durchgehen. Website und App lassen zwar alles zu, aber der Teaser bleibt bei maximal 300 Zeichen, weil er zusätzlich im HerzeblogTV‑Netzwerk ausgespielt wird. Jede Plattform hat ihre eigenen Regeln – und alle wollen entsprechend gefüttert werden.

Und dann kommen die Vereine ins Spiel.

Texte werden zwar geschickt, manchmal aber auch einfach aus der Markt & Gemeinde oder der Tageszeitung kopiert – mit der Bitte: „Veröffentlichen Sie das mal bitte eben.“ Ähm, nein. Schon mal was von Urheberrecht gehört? Ich gebe mir Mühe, gute Pressearbeit-Arbeit für die Vereine und Gruppen zu machen. Aber ein bisschen mehr Eigeninitiative wäre da schon wünschenswert.

Manchmal kommt ein Artikel sogar komplett ohne Bildmaterial. Ohne geht es aber nicht. Dann heißt es: recherchieren, suchen, oder selbst kreativ werden, damit der Beitrag überhaupt veröffentlicht werden kann.

Kurz gesagt: „Mal eben“ ist hier gar nichts.

Content bedeutet jonglieren – mit Video- und Bild-Formaten, Musikrechten, Textlängen, Plattformlogik und einer ganzen Reihe rechtlicher Themen, die man nebenbei ebenfalls im Blick behalten muss.

Das ist Content-Produktion für Social Media.

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