Gemeinde Herzebrock-Clarholz möchte Industriegebiet fit für den Klimaschutz machen: Crashkurs am 24. August

Gemeinde Herzebrock-Clarholz möchte Industriegebiet fit für den Klimaschutz machen: Crashkurs am 24. August

Dem Bürgermeister von Herzebrock-Clarholz, Marco Diethelm, ist bewusst, dass im Industriegebiet der Gemeinde große Potentiale für den Klimaschutz schlummern. „Das Industriegebiet ist wichtig. Wir sind dort sehr leistungsstark, deshalb gibt es naturgemäß hohe Emissionen“, stellt Diethelm fest. Dies bestätigte auch schon die Potentialanalyse, die im Rahmen des Klimaschutzkonzepts erstellt wurde. „Über 60 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf das Konto von Strom und Wärme für das Gewerbe. Also ist hier einer der wichtigsten Anknüpfungspunkte auf dem Weg zur klimafreundlichen Kommune,“ sagt die Klimaschutzmanagerin der Gemeinde, Caroline Hüttemann.

Der Bürgermeister möchte mit einem Pilotprojekt genau dort den Hebel ansetzen. „Es ist dringend notwendig, dass wir uns verbessern und unsere Emissionen senken, deshalb soll es in Zusammenarbeit mit der Pro Wirtschaft GT demnächst ein groß angelegtes Projekt zum Klimaschutz im Industriegebiet geben“, kündigt Diethelm an.

Nicht nur betriebsintern gibt es im Rahmen von Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung noch viel Luft nach oben, auch zwischen den Betrieben kann eine Zusammenarbeit viel Energie und Ressourcensparen. „Das eine Unternehmen benötigt Wärme, das andere weiß nicht, wohin mit dem Abfall aus Sägespänen“, fasst Diethelm es einfach formuliert zusammen. „Im Gewerbegebiet stehen solche Firmen räumlich nah beieinander. Wenn der Eine nicht vom Anderen weiß, können keine Synergien entstehen. Dabei wäre es manchmal ganz einfach, die Ressourcen und Bedarfe so zu kombinieren, dass allen ein deutlicher Nutzen entsteht“, schlussfolgert Diethelm. „Einmal mehr seit dem Ukrainekrieg müssen wir genau analysieren, wo und wie Einsparungen möglich sind und erneuerbare Energien ausgebaut werden können, dann können wir Energiesicherheit schaffen“, so Diethelm.

Bevor erste Schritte in Richtung eines überbetrieblichen Energiekonzepts gegangen werden können, ist es allerdings zwingend nötig, dass Unternehmen wissen, wieviel Energie sie an welcher Stelle und zu welchem Zeitpunkt verbrauchen. Es gilt, Transparenz zu schaffen. In den Betrieben müssen Daten erfasst und nach einem einheitlichen System ausgewertet und weiterverarbeitet werden.

Den Startschuss zum Projekt „Energiekonvoi Herzebrock-Clarholz“ macht ein präziser und kompakter Online-Kurs. Die Gemeinde bietet allen Betrieben einen kostenlosen Crashkurs zum Thema Energiemanagement an. Darin vermittelt Peter Brünler von der pro Wirtschaft GT, welche Energie- und Lastdaten in den Betrieben erhoben werden müssen. Später kann ein Fachplanungsunternehmen aus diesen Daten ein stimmiges Gesamtkonzept berechnen und Maßnahmen entwickeln, von denen die Betriebe nachhaltig profitieren.

Nicht nur Unternehmen im Industriegebiet, sondern auch alle anderen Firmen sollten sich über ihren Energieverbrauch im Klaren sein. Der Energiemarkt ist turbulent. Und das wird noch eine Weile so bleiben. Wer jetzt nicht frühzeitig vorsorgt, kann später das Nachsehen haben und muss mit hohen Kosten rechnen. Zum Risikomanagement in diesen Zeiten gehört es, an den eigenen Stellschrauben zu drehen. Viele Unternehmen in Herzebrock-Clarholz haben dies bereits erkannt und deshalb ihre Energiebilanzen ermittelt. Zum Crashkurs sind ausdrücklich alle Unternehmen eingeladen.

Der Crashkurs findet online am 24. August von 9 bis circa 11 Uhr statt. Interessierte Unternehmen können sich bei der Klimaschutzmanagerin Caroline Hüttemann unter der Telefonnummer 05245 / 444-232oder via Email an C.Huettemann@herzebrock-clarholz.de anmelden.

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