Jubiläumsfest zum 70. Geburtstag der Gnadenkirche

Jubiläumsfest zum 70. Geburtstag der Gnadenkirche

Die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde hat wieder einen Grund zum Feiern: Am 20. Juni 1952 wurde die evangelische Kirche in Clarholz eingeweiht. Das 70-jährige Jubiläum soll nach den Sommerferien mit einem Gemeindefest am 14. August 2022 gefeiert werden. Los geht es um 10.30 Uhr mit einem Familiengottesdienst im Vorgarten der Gnadenkirche, gestaltet von einem Team von Ehrenamtlichen mit Pfarrerin Mandy Liebetrau und Pfarrer Rainer Moritz. Für musikalische Festklänge sorgen der CVJM-Posaunenchor unter der Leitung von Joachim Schröder und Organistin Silvia Jostkleigrewe.

Anschließend gibt es rund um das Gotteshaus und im Kirchengebäude ein buntes Programm: Auf die Besucher wartet ein Kirchenquiz, für Kinder gibt es Spiel-und-Spaß-Angebote, in der Mittagszeit laden Kantor Jan-Christoph Weige und Pfarrer Moritz zum fröhlichen Sommer-Singen unter freiem Himmel ein. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt mit kulinarischen Leckereien zum Mittag und Kaffeetrinken.

Am 20. Oktober 1951 wurde der Grundstein des Gotteshauses mitten in einem neuen Siedlungsgebiet gelegt. In einer kurzen Bauzeit von 10 Monate wurde die Kapelle errichtet und am 20. Juli 1952 durch Landeskirchenrat Dr. Rahe feierlich eingeweiht. Damit hatte die evangelische Gemeinde zum ersten Mal im Amt Herzebrock eine eigene, dauerhafte Versammlungsstätte. In den Jahren zuvor gab es für die wachsende Zahl der Evangelischen nach dem Zweiten Weltkrieg nur Provisorien: 2 Jahre lang diente ein Klassenraum der Volksschule Clarholz als Gottesdienstraum, danach ab 1948, weil der Platze nicht mehr reichte, der Saal der Gastwirtschaft Huckenbeck. Außerdem wurden Waldgottesdienste mit bis zu 1000 Personen feiert, um alle Gottesdienstbesucher aus Herzebrock, Clarholz und Lette unterzubringen.

Am Einweihungstag vor 70 Jahren wurde mit einer Andacht im Saal Huckenbeck begonnen. Dann folgte ein langer, festlicher Zug mit vielen Ehrengästen hin zur Gnadenkirche. Der Posaunenchor und Kirchenchor begrüßte die Festgemeinde vor dem Neubau. Dann erfolgte die feierliche Schlüsselübergabe von der Bauleitung über den Oberkirchenrat Dr. Rahe und Pfarrer Max Bodenstein aus Rheda an den damaligen Ortspfarrer Jürgen Ehlers, der die Kirche zum ersten Mal für die Besucher öffnete. Dankbar und glücklich war die Gemeinde, nun im eigenen Gotteshaus sich würdig versammeln zu können. Mit großer Spendenbereitschaft und tätiger Eigenleistung hatten die Gemeindemitglieder zum Kirchenbau mit beigetragen. Die Baukosten betrugen 48.000 DM.

Logo