Vom Ponyreiten bis hin zum Bienen beobachten

In Kleingruppen werden die 88 Kinder im Alter von 2-6 Jahren, in den nächsten Wochen erste Erfahrungen im Umgang mit dem Pony machen.

Vom Ponyreiten bis hin zum Bienen beobachten

„Die Mädchen und Jungen sollen ganz unterschiedliche Erfahrungen sammeln im achtsamen Umgang mit dem Partner Pferd, das Bedürfnisse hat. Den rücksichtsvollen Umgang zu vermitteln ist mir dabei ganz wichtig“, erklärte Lisa Roberg, selbst Mutter, Erzieherin und Besitzerin des Fachübungsleiterscheins im Voltigieren und Breitensport am vergangenen Donnerstag, als sie mit ihrem Shetland Pony Lucky die Kath. Kindertageseinrichtung St. Christina in Herzebrock besuchte. Striegeln, Füttern, Hufe auskratzen, aufsatteln, Reiten und natürlich mit dem Pony schmusen – geduldig ließ Lucky die vielen kleine Händchen und Küsse über sich ergehen. Lisa Roberg nimmt sich für jedes Kind Zeit, „Für mich ist es wichtig, dass ich die Kinder da abhole, wo sie an dem Tag stehen.“ Mit viel Feingefühl auf spielerische Art und in Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen schafft es Lisa Roberg, jedes Kind freiwillig mitzunehmen. „Der Umgang mit dem Pferd erfordert und fördert Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit, Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen. Außerdem wird bei Spiel- und Bewegungsaktivitäten ihr motorisches Geschick unter Beweis gestellt“, so Laura Laukötter, die Vorsitzende des Fördervereins der Kindertageseinrichtung.

Der engagierte Förderverein übernahm für jedes Kind die Hälfte der Kosten für das Ponyreiten und den Besuch auf dem Erlebnishof Lönne-Tiekmann. Anfang Mai entdeckten die Mädchen und Jungen gemeinsam mit ihren Erzieherinnen die vielen Spielmöglichkeiten auf dem Hof Lönne-Tiekmann.

Zudem schaffte der Verein ein Zuchtset für Wildbienen aus Deutschland an. Mit im Set zahlreiche Kokons mit Rote-Mauerbienen. Das Besondere sei, dass der Nistblock eine eigene herausziehbare Beobachtungsschublade besitzt. Hier können die Kinder den Entwicklungszyklus gut beobachten und es bestehe keine Stechgefahr. Seit April herrscht rund um den Nistblock reges Treiben, die Insekten suchen Nahrung, legen Eier und bauen Nester. Die Kinder haben Wildblumen gesät. Die sie jetzt regelmäßig gießen müssen. In Zukunft wird dies jedes Jahr ein Projekt der angehenden Schulkinder sein.

„Wir möchten Begegnungen mit und in der Natur schaffen und die Natur auf vielfältiger Weise entdecken. Die Kinder lernen mit allen Sinnen“, so die Kindergartenleiterin Theresa Homeier. Auch Bewegung gehöre dazu, so findet das wöchentliche Turnen bei gutem Wetter draußen statt. Der Nachwuchs durchlief den kürzlich eröffneten Bewegungspfad in der kleinen Putz sowie den Barfußpfad auf dem eigenen großzügigen Außengelände.

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