Spannende Geschichten im Erzählzelt Geschichtenerzähler Thomas Hoffmeister-Höfener faszinierte Kinder und Eltern

Das Erzählen von Geschichten ist ein menschliches Bedürfnis und ein elementares Medium zur Vermittlung von Erfahrungen und Werten.

Spannende Geschichten im Erzählzelt Geschichtenerzähler Thomas Hoffmeister-Höfener faszinierte Kinder und Eltern

Gerade das freie Erzählen, dass auch durchaus Raum zur Interaktion gibt, wird in der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Christina Herzebrock gelebt. Dank eines Budgets in Höhe von 1500 Euro vom Erzbistum Paderborn für pastorale Projekte, konnte Leiterin Theresa Homeier nun das Erzählzelt im benachbarten Pfarrgarten aufbauen lassen. In dem gemütlichen, mit rotem Stoff bespannten rundem Zelt, war es der Geschichtenerzähler Thomas Hoffmeister-Höfener, Mitbegründer vom Netzwerk „Theomobil e.V.“, der den Kindern spannende Geschichten erzählte und sie mitnahm in eine andere Welt. Selbst die Kleinsten mit gerade mal zwei Jahren hörten gespannt zu, weil er unglaublich lebendig, spannend und faszinierend erzählte, so, als wäre man Teil der Geschichte. Gerade bei den jüngsten Mädchen und Jungen wiederholten sich die Szenen in der Geschichte, so dass die Kinder schnell auch mitreden konnten. Zwei Erzählrunden gab es am Vormittag, zwei weitere am Nachmittag für angehende Schulkinder und die Mädchen und Jungen, die seit dem letzten Sommer in die Schule gehen. Sie durften auch ihre Eltern und Geschwister mitbringen.

Der Albersloher Theologe ist seit 25 Jahren professioneller Geschichtenerzähler. Neben weltlichen hat er auch zahlreiche religiöse Geschichten im Repertoire. Er unterrichtet zudem das Geschichtenerzählen. Zu ihm kommen unter anderem auch Erzieherinnen, die bei ihm Lernen frei zu erzählen oder mit Handpuppen zu sprechen. Während Hoffmeister-Höfener bei den kleineren Kindern kurze lustige Geschichten erzählte wie über einen kleinen frechen Fisch, der die Enten immer ärgerte oder die Maus, die ein Haus suchte, wurden sie bei den älteren Kindern schon länger und auch spannender. „Ich finde es selbst immer wieder gut, wenn eine Interaktion stattfindet, weil unterwegs beim Erzählen viel passieren kann“, meint er. Sicherlich hätte er seinen roten Faden und auch das Ende immer im Kopf, aber wenn Kinder oder auch Erwachsene ein Stichwort bringen, baut er es gerne mit ein. Erzählte Geschichten würden sich Kinder oftmals sehr gut merken und sie auch weitererzählen. Zudem sei es eine wichtige Maßnahme zur Sprachentwicklung. „Erzählkultur ist ein ganz wichtiges Gut, was man bewahren muss“, betonte der gelernte Theologe. Von dem Budget hat das Familienzentrum St. Christina zudem noch zwei Egli-Handpuppen als Jesusfigur angeschafft, um den Kindern auch die Bibelgeschichten lebendig erzählen zu können. „Ich bin sehr froh, dass wir nach der langen Zeit der Entbehrung, unseren Kindern und den Familien wieder so ein tolles Angebot bieten können“, freut sich Theresa Homeier.

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