Neuer Gerätewagen stärkt den Katastrophenschutz: DRK erprobt moderne Ausstattung | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Das Land NRW modernisiert den Katastrophenschutz mit 108 neuen Gerätewagen-Betreuung. Das DRK im Kreis Gütersloh hat eines der ersten Fahrzeuge erhalten. Mit Allradantrieb und moderner Ausrüstung soll es künftig helfen, Menschen bei Stromausfällen, Evakuierungen und Unwettern besser zu versorgen.

Neuer Gerätewagen stärkt den Katastrophenschutz: DRK erprobt moderne Ausstattung

(Kreis Gütersloh/Rheda-Wiedenbrück) Das Land Nordrhein-Westfalen stärkt weiter seinen Katastrophenschutz und tut dies derzeit in einer besonderen Form der Kooperation mit den Aktiven des Deutschen Roten Kreuz im Kreis Gütersloh. Hier läuft derzeit eine Testphase, die von besonderer Bedeutung ist für die künftige Praxis im Ernstfall.

Insgesamt beschafft das bevölkerungsreichste Bundesland der Republik 108 neue sogenannte Gerätewagen-Betreuung (GW-Bt NRW) und modernisiert damit die Ausstattung des Sanitäts- und Betreuungsdienstes. Die ersten fünf Fahrzeuge wurden kürzlich den Einsatzkräften der anerkannten Hilfsorganisationen vorgestellt und zur praktischen Erprobung übergeben. Sprich: Das DRK im Kreis Gütersloh hat einen der Neuwagen für einen begrenzten Zeitraum unter sich, um Fahrzeug und Ausstattung mit Kennerblick auf Herz und Nieren zu prüfen.

Die Rotkreuzgemeinschaft Rheda-Wiedenbrück hat bisher gut einen Monat Zeit gehabt, alle Details in Augenschein zu nehmen und erste Praxistests vorzunehmen sowie auch, den Wagen unter anderem der heimischen Politik vorzustellen.

Hoffmann: "Mit diesem Gerätewagen Betreuung haben wir die tolle Möglichkeit bekommen, ein solches Fahrzeug unter realen Einsatzbedingungen zu erproben, das künftig die Betreuung von Menschen in Lagen wie Stromausfall, Evakuierung oder Unwetter deutlich leistungsfähiger machen soll und wird. Für uns ist die Erprobung eine Verantwortung, denn unsere Rückmeldungen zu Fahrzeug, Beladung und Material fließen direkt in die Empfehlungen für Verband und Land ein.“

Der Experte des heimischen DRK weiter: „Wir testen das Fahrzeug genau deshalb nicht einfach nur im Stand, sondern in Übungen und falls es sich ergeben sollte auch m Realeinsatz, gemeinsam mit unseren Einheiten und Partnern im Kreis. Dass der Kreisverband Gütersloh dafür ausgewählt wurde, werten wir als Anerkennung der Arbeit unserer Einsatzeinheiten und der Ehrenamtlichen, die sie jeden Tag tragen.“

Neu an den Fahrzeugen ist unter anderem die Ausstattung mit einem Allradantrieb. Das gilt als eine wichtige Konsequenz aus den Erfahrungen der Hochwasserkatastrophe 2021. Der Gerätewagen kann damit auch in unwegsamem und schwer zugänglichem Gelände eingesetzt werden.

Innenminister Herbert Reul umschrieb es bei der Weitergabe an die Ehrenamtlichen im Kreis Gütersloh so: „Die Hochwasserkatastrophe 2021 hat gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger und moderner Katastrophenschutz ist. Dazu gehören vor allem gut ausgebildete und engagierte Einsatzkräfte – aber auch moderne Fahrzeuge und eine zeitgemäße Ausstattung. Mit den neuen Gerätewagen schaffen wir bessere Voraussetzungen dafür, dass Menschen auch in schwierigen Einsatzlagen schnell geholfen werden kann.“

Zur Ausstattung gehören zwei Stromerzeuger, ein Schnellaufbauzelt mit Zeltheizung, Beleuchtungsmaterial sowie spezielle Ausrüstung für die Versorgung von 250 Personen in Notunterkünften und bei Unglücken. Die Beladung ist auf neu Rollcontainern auf der Ladefläche und in zwei separaten Geräteräumen untergebracht. Die neuen Gerätewagen ersetzen die mehr als 20 Jahre alten Betreuungs- und Technikanhänger der Einsatzeinheiten sowie jeweils einen Betreuungskombi der Einsatzeinheiten.