Schüler der Josefschule veranstalten Spenden- und Friedensaktion

Der Angriff auf die Ukraine geht auch an den Schülerinnen und Schülern der Josefschule nicht unbemerkt vorbei. In Herzebrock hat deshalb die Grundschule ein Zeichen für den Frieden gesetzt – auch musikalisch.

Schüler der Josefschule veranstalten Spenden- und Friedensaktion

Am Montagmorgen stellten sich mehr als 190 Schülerinnen und Schüler der Schule und 11 Lehrerinnen auf dem Schulhof mit selbst gebastelten Friedensplakaten, Bannern und Friedensfahnen in Form von Tauben auf. Jede Klasse hatte sich etwas anderes einfallen lassen.

„Wir denken in diesen Minuten an die Menschen, deren Heimat und Leben zerstört wurde und hoffen, dass dieses Leid bald ein Ende hat. Alle Menschen der Welt haben ein Recht auf Frieden und dafür stehen wir hier heute mit unseren tollen Bildern und Botschaften. Wir wollen all diesen Menschen nun eine kleine weiße Friedenstaube schicken, damit sie bald wieder in Frieden leben können“, so die Schulleiterin Anja Giesbertz in ihrer Ansprache. Gemeinsam stimmten sie das Lied „Kleine weiße Friedenstaube“, geschrieben von Erika Schirmer, an. Unter den zahlreichen Mädchen und Jungen waren auch Bürgermeister Marco Diethelm, die 24-jährige Paulin Liekenbrock, die sich mit viel Engagement auf unterschiedliche Weise für die Flüchtlinge aus der Ukraine einsetzt und Lucie Nehring vom Förderverein. Die Schüler brachten ihre Verbundenheit mit der Ukraine und allen vom Krieg betroffenen Ländern auch mit einem einstudierten Tanz zu dem Friedenslied „shalom chaverim“ zum Ausdruck. Außerdem bildete der Nachwuchs zum Abschluss eine Menschenkette, die sich über den ganzen Schulhof zog.

Spende von 1550 € kam zusammen

Verbunden mit der Aktion sei das Sammeln von Spenden. „Es ist mittlerweile zur Tradition geworden, an dem Schulnamenstag kein großes Fest zu feiern, sondern ein Fastenfrühstück in jeder Klasse durchzuführen“, sagte Giesbertz. Das Geld, das die Kinder sonst für Zutaten zu einem ´Feier-Frühstück´ ausgegeben hätten, kommt in diesem Jahr ukrainischen Flüchtlingskindern zugute. Eine stolze Spende in Höhe von 1550 € kam zusammen und diese überreichte Anja Giesbertz an Bürgermeister Marco Diethelm. Das Geld soll unter anderem an den Verein herzklar e.V. gehen. Die Mitglieder des kürzlich gegründeten Vereins wollen auf dem Hof Krampe die Räume der ehemaligen Großtagespflege in Clarholz reaktivieren und dort eine erste Spielgruppe für die Flüchtlingskinder anbieten. Dieses Engagement begrüßt der Bürgermeister und sichert zu, dass die Spende vor allem den Kindern aus der Ukraine zugute kommt, das sei den Josefschülern sehr wichtig.

Viele Schüler haben Gesprächsbedarf, auch weil sie mittelbar oder unmittelbar betroffen sind, dies wurde deutlich, als Paulin Liekenbrock den Dritt- und Viertklässlern von ihren Spendenaktionen für die ukrainischen Flüchtlinge berichtete. Paulin Liekenbrock kümmert sich seit Wochen um die ukrainischen Flüchtlinge, nicht nur hier vor Ort, sondern vor allem auch an den Grenzgebieten. Viele Sachspenden hat sie schon entgegengenommen, in Zusammenarbeit mit dem Verein „Familien in Not“. Die Herzebrock-Clarholzerin konnte viele Fragen der Schüler beantworten und berichtete eindrucksvoll von ihrer Fahrt an die ukrainische Grenze. „Wir haben ganz klar unterschieden zwischen den Sachen, die ins Inland müssen und den Sachen, die eben hier für die Flüchtlinge benötigt werden. Die Sachen, die über die Grenze gehen, das sind Konserven und medizinische Versorgung. Alles, was hierbleibt, sind etwa Matratzen, Decken, Schuhe, Babybrei und mehr. Ganz bald fährt ein nächster Konvoi an die polnische Grenze“, so Liekenbrock.

Logo