Joachim Hecker begeistert mit seiner Experimentiershow „Heckers Hexenküche“

Joachim Hecker ist Ingenieur, Wissenschaftsjournalist, Buchautor und Science Entertainer. Mit seinen Shows ist er weltweit unterwegs - von Thailand bis Alaska. Am Freitag begeisterte er auch die Schüler der Josefschule aus Herzebrock-Clarholz.

Joachim Hecker begeistert mit seiner Experimentiershow „Heckers Hexenküche“

Sein Motto lautet: „Ich mag keine Wissenschaft, ich liebe Wissenschaft.“ Ihre Idee war geglückt, Schulleiterin Anja Giesbertz hatte zum Abschluss der MINT Projekttage Joachim Hecker mit seiner Experimentiershow „Heckers Hexenküche“ in die Schule eingeladen. Die Mädchen und Jungen kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Gleich der Einstieg in die Show klang für den Nachwuchs vielversprechend und geheimnisvoll. Von einem exklusiven Tierversuch über wie funktioniert der menschliche Stromkreis, warum Astronauten eine Windel tragen, warum Joghurtbecher ein Gedächtnis haben, bis hin zum Herstellen von echtem Kunstschnee, der bis zum Jahr 2030 halten soll.

Die Wissenschaft würde Spaß machen und alle Sinne kämen zum Einsatz. „Ich denke das 99 % von Wissenschaft um uns herum stattfindet in unserem Körper, im Auto, in der Küche und nur 1 % im Labor und deshalb verzichte ich auf einen weißen Laborkittel. Außerdem versuche ich nur Alltagsmaterialien zu nehmen, weil die Wissenschaft mit unserem Alltag zu tun hat, eben mit dem täglichen Leben“, erklärte Joachim Hecker. Außerdem gab Joachim Hecker Aufschluss und zeigte den Kindern die sagenhafte „Ü-Ei-Kanone“ und das Handbuch der Feuerwehr, welches in Flammen aufgehen kann. „Das, was ich mache, ist keine Zauberei“, betonte Hecker, auch wenn es so aussah, als er plötzlich das brennende Buch hervorholte. Alles eine Frage der Wissenschaft und ganz logisch zu erklären. „Zauberer verraten ihre Tricks nicht. Aber ich bin ja nur Wissenschaftler, ich verrate euch meine Tricks. Dieses Buch ist präpariert mit Feuerzeugbenzin und etwas Glühendes und dann gibt es Flammen und wenn man das Buch wieder zu klappt, nimmt man den Flammen den Sauerstoff weg.“ Die Grundschüler staunten und lachten, als sie sahen, wie aus Kügelchen, die in jeder Babywindel stecken, in Verbindung mit Wasser Kunstschnee entstand. Die Schüler erinnerten Joachim Hecker an den Styropor-Frosch, der bis dato immer noch im Kochtopf saß. Langsam öffnete Hecker den Deckel und Ida war die Erste, die in den Topf hineinschauen durfte: „Der ist ja ganz klein geworden“, stellte sie fest. Wie das passieren konnte, erklärte der Wissenschaftler Joachim Hecker natürlich auch: „Durch das Wasser wird das Styropor weich, und durch den Druck im Schnellkochtopf wird das Styropor zusammengedrückt und die Luft wird herausgepresst. Dann bleibt nur noch ein steinharter und kleiner Frosch aus Kunststoff übrig.“

Der Science Entertainer wünscht sich, dass das Interesse an Wissenschaft und Technik noch größer wird. Die Veranstaltung konnte jetzt dank der Fördergelder, die die Stiftung Sonnenblume im Jahr 2020 der Schule zur Verfügung stellte, die aber durch Corona nicht abgerufen wurde, finanziert werden. Das Interesse und die Neugier hat Joachim Hecker bei den Schülern der Josefschule mit Sicherheit geweckt.

MINT-Projekttage an der Josefschule

Eine aufregende Woche hatten die Grundschüler der Erst- bis Viertklässler zu den altersgerechten Themen Wasser mit dem Schwerpunkt Schwimmen und Sinken, Magnetismus, Bauen und Konstruieren, Programmieren und Codieren. Der Nachwuchs baute ein Angelspiel, Brücken für Spielfahrzeuge und Flöße aus Waldmaterialien. Außerdem programmierten die Mädchen und Jungen Befehlsketten und zeichneten Spielpläne für die Bienenroboter Bee-Bots. Durchliefen Stationen, wo es um Knobelaufgaben, Problemlösungen, Rasterbilder gestalten, Geheimsprachen erfinden und Passwort Sicherheit ging. Auch das gestalteten eines eigenen Spiels mit dem Programmierprogramm Scratch stand bei den Älteren mit auf dem Plan.

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