B64n: Prüfung der über 1.000 Einwendungen übernimmt auswärtiges Ingenieurbüro | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Die Kulturlandschaft Herzebrock-Clarholz blickt auf 30 Jahre Engagement zurück – und auf ein weiterhin offenes Verfahren zur B64n. Über 1.000 Einwendungen werden nun extern geprüft, während im Verein viele Fragen zum aktuellen Stand des Projekts bestehen.

B64n: Prüfung der über 1.000 Einwendungen übernimmt auswärtiges Ingenieurbüro

B64n: Über 1.000 Einwendungen werden von auswärtigem Ingenieurbüro geprüft

Zahlreiche Mitglieder begrüßte die Vorsitzende Elisabeth Meier zur Jahreshauptversammlung der Kulturlandschaft Herzebrock-Clarholz. Dabei erinnerte sie daran, dass sich der Verein seit nunmehr 30 Jahren mit dem Thema Straßenbau auseinandersetzt. Gegründet wurde die Initiative am 5. August 1996.

Im Mittelpunkt des Abends stand das Verfahren zur geplanten B64n. Über 1.000 Einwendungen waren an die Bezirksregierung Detmold übergeben worden. Diese werden inzwischen nicht mehr von Straßen.NRW bearbeitet, sondern zur weiteren Prüfung an ein international tätiges Ingenieurbüro ausgelagert. Für Erstaunen sorgte in der Versammlung die Information, dass Straßen.NRW keine genaue Angabe über die tatsächliche Anzahl der eingegangenen Einwendungen machen konnte. Der aktuelle Sachstand warf unter den Anwesenden zahlreiche Fragen auf.

Im Anschluss stellte Schatzmeister Georg Jerominek den Kassenbericht des vergangenen Jahres vor, das mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen wurde. Die Haupteinnahmen stammten aus Mitgliedsbeiträgen sowie freiwilligen Zusatzbeiträgen und Spenden. Demgegenüber standen insbesondere hohe Ausgaben für Gutachterkosten, die einen Großteil der Aufwendungen ausmachten. Kassenprüfer Harald Loermann bestätigte eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstandes, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde. Zum neuen Kassenprüfer wurde Norbert Hammwöhner gewählt.

In ihrem Jahresrückblick erinnerten Elisabeth Meier und Arnold Greifenberg an rund 40 Aktivitäten und Termine im vergangenen Jahr. Neben dem Engagement im Zusammenhang mit der B64n beteiligte sich der Verein an der Aktion „Saubere Landschaft“, organisierte eine Fahrradtour in die Beelener Mark und wirkte bei einer Baumpflanzaktion im Rahmen der „Baumchallenge“ mit. Besonders in Erinnerung blieb zudem eine Fahrraddemonstration mit rund 1.000 Teilnehmern – etwa hundert aus Herzebrock-Clarholz – nach Warendorf zum Lohwall sowie zum WDR-Stadtgespräch im Juni in Telgte.

Für das laufende Jahr sind erneut zahlreiche Aktivitäten geplant. Höhepunkt wird am 9. August ab 13 Uhr die Feier zum 30-jährigen Bestehen der Kulturlandschaft auf dem Hof Pavenstädt-Westhoff sein. Vorgesehen sind ein umfangreiches Programm mit Livemusik sowie kulinarische Angebote.

Bereits am 7. März steht der traditionelle Schnatgang ab dem Hof Katholhoff an. Am 21. März beteiligt sich der Verein erneut an der Aktion „Saubere Landschaft“. Am 25. April wird der Maibaum aufgestellt, am 26. April folgt die Einweihung der Laurentiusfigur vor der Kirche durch den Heimatverein sowie dessen Jubiläumsfeier (75 Jahre). Für den 30. Mai abends ist die offizielle Einweihung der neuen Räume des Museums im Propsteigebäude Clarholz vorgesehen.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ informierte Lothar Schäfer von der Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU) über die „Kippenaktionswoche“, die vom 16. bis 21. März in der Gemeinde stattfindet. Ziel ist es, auf die Schäden aufmerksam zu machen, die achtlos entsorgte Zigarettenkippen in der Natur verursachen.