Sage aus Clarholz/Lette: Die Sage von der Hünenkuhle

Sage aus Clarholz/Lette: Die Sage von der Hünenkuhle

Am Sundern, nicht weit von der Chaussee, die nach Ostenfelde führte, liegt ein Teich, der den Namen Hünenkuhle hat, davon erzählt der Volksmund:

Vor vielen, vielen Jahren, als auf der Erde noch Riesen lebten, wohnte in Lette auf Hombrinks Hofe ein gewaltiger Hüne. Sein Nachbar war ein Hüne in Clarholz, der auf Westhoffs Hofe hauste.

Ihr Brot backten die beiden gemeinsam, abwechselnd in dem Backofen des Letter oder des Clarholzer Riesen. Aber den Teig bereitete jeder selbst. Eines Tages nun mußte Hombrinks Hüne den Bachofen heizen. Während er dabei den Teig fertigmachte, bekam er ein Jucken und kratzte sich.

Das hörte der Hüne in Clarholz und glaubte, sein Nachbar habe den Teig schon fertig und kratze den Backtrog aus.

Schnell nahm er seinen Backtrog auf die Schulter und beeilte sich, um früh genug zu kommen. Unterwegs stolperte er; Der Backtrog flog in einem großen Bogen zur Erde und schlug ein gewaltiges Loch, das sich mit Wasser füllte.

Bis auf den heutigen Tag heißt es „Die Hünenkuhle“. (aus mündlicher Überlieferung)

Aus dem Buch: Traditionen im Kreis Gütersloh von Monron Marketing Institute Gütersloh

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