Betriebsausschuss diskutiert Betrieb der Bäder unter Berücksichtigung der Energiekrise. Bürger starten Petition.

Betriebsausschuss diskutiert Betrieb der Bäder unter Berücksichtigung der Energiekrise. Bürger starten Petition.

Aufgrund der Energiekrise werden bei den Gemeindewerken aktuell verschiedene Szenarien durchgespielt, wie Energie in den beiden Bädern der Gemeinde gespart werden kann.

Hinsichtlich Energiekrise wird das Hallenbad bereits entsprechend vorbereitet. Derzeitig wird die Heizungsanlage umgerüstet. Die vorhandene Gasheizung wurde außerdem manuell ausgeschaltet und abgeriegelt. Durch die Abriegelung bezieht das Bad zurzeit somit komplett Biowärme. Ob eine stabile ganzjährige Versorgung zu 100% durch Biowärme möglich ist, wird sich in dieser Heizperiode zeigen. Aktuell werden drei PV-Anlagen auf den Schulgebäuden installiert, die die Eigenversorgung des Hallenbades mit Strom im Herbst aufnehmen.

Das Hallenbad Clarholz wird bisher unvermindert weiterbetrieben. Auch im Hallenbad Clarholz sind Einsparmöglichkeiten denkbar. Der mittlere Jahresverbrauch an Wärmeenergie beträgt rund 500.000 kWh pro Jahr. Die Wassertemperatur beträgt ca. 31 Grad.

Die Senkung der Wassertemperatur um 1 Grad wird in diesem hohen Temperaturbereich eine Energieeinsparung von ca. 6% (30.000 kWh/a) bedeuten.

Die Senkung von 2 Grad würde schon ca. 12 % (60.000 kWh/a) einsparen. Dies lässt sich natürlich nicht linear fortsetzen. Mit sinkender Wassertemperatur sinkt auch die Einsparmöglichkeit.

Allerdings wäre auch die Schließung des Bades denkbar und eine mögliche Verlagerung der Benutzergruppen in das Herzebrocker Bad. Hierbei wird es zu Kursausfällen und zur Beschränkung von Nutzungszeiten der Besuchergruppen in beiden Bädern kommen. Die Gemeindewerke gehen bei einer Schließung des Bades in den Wintermonaten von einer möglichen Einsparung von rund 60.000 kWh/Wintermonat aus.

Bei allen Varianten ist zu bedenken, dass einzelne Besuchergruppen sehr unterschiedlich auf die Temperatursenkung oder Betriebsverlagerung reagieren werden.

Es sind folgende Beschlüsse denkbar:

  • Temperatursenkung um 1 Grad

  • Temperatursenkung um 2 Grad

  • Schließung und mögliche Verlagerung ins Hallenbad Herzebrock

Was meint Ihr? Welchen Beschluss soll der Betriebsausschuss fassen?

Weil einige Bürger nun Sorge haben, dass das Hallenbad Clarholz erneut geschlossen wird haben sie eine Petition gegen die Schließung gestartet. Weitere Infos findet ihr hier:

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Petition gegen Schließung des Clarholzer Lehrschwimmbeckens

Sehr geehrte Herzebrock-Clarholzer/-innen,

der Betriebsausschuss tagt nach unseren Informationen bereits am Montag 22.08.2022 zu einer möglichen Schließung des Lehrschwimmbeckens Clarholz. Zur Teilnahme an dieser Petition gegen die Schließung des Betriebes schreiben Sie bitte eine kurze E-Mail mit dem Betreff „Petition Lehrschwimmbecken Clarholz“ an folgende E-Mail Adresse:petitionlehrschwimmbeckenclarholz@gmx.de

Brief: An den Betriebsausschuss der Gemeinde Herzebrock-Claholz, zum Lehrschwimmbecken Clarholz:

„Wir, die unterzeichnenden Bürger/-innen von Herzebrock-Clarholz, wenden uns mit dieser Petition gegen eine Schließung des Clarholzer Lehrschwimmbeckens.Eine Bad-Schließung ist keine Option. Das Lehrschwimmbecken muss unvermindert weiterbetrieben werden. Sie wissen, dass es dringenden Nachholbedarf bei Wassergewöhnung und Schwimmlerneinheiten gibt. Insbesondere den Babys und Grundschülern können wir diese Last nicht abverlangen. Darüber hinaus sind alle Altersgruppen betroffen (unter anderem im Sportverein, Aquafitness Kurse, Freizeitschwimmer, Schwimmen für Schwangere).Die Gemeindewerke sollten zur Einsparung von Energie parallel eine Nachrüstung in der Technik (Umstellung aus Biogas, Einsatz eines Blockheizkraftwerks, oder Wärmepumpe und Photovoltaik) dringend prüfen und ausarbeiten.

Anhang: Liste mit Mailadressen“

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