Vapes: Der süße Dampf mit gefährlichen Nebenwirkungen | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Bunte Farben, süße Aromen und ein harmloses Image: Vapes liegen vor allem bei Jugendlichen im Trend. Doch Gesundheitsexperten warnen vor Nikotin, schädlichen Inhaltsstoffen und unkalkulierbaren Risiken. Besonders problematisch: Manche Jugendliche wissen nicht, welche Stoffe sie tatsächlich einatmen.

Vapes: Der süße Dampf mit gefährlichen Nebenwirkungen

Süßer Dampf mit Risiken: Warum Vapes alles andere als harmlos sind

Bunte Einweg-Vapes mit Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Cola oder Wassermelone gehören inzwischen für viele Jugendliche zum Alltag. Was oft als harmloser Trend erscheint, birgt jedoch erhebliche Gesundheitsrisiken. Das Bundesportal gesund.bund.de weist darauf hin, dass E-Zigaretten gesundheitsschädliche und teilweise krebserzeugende Stoffe enthalten können, abhängig machen und Auswirkungen auf Lunge sowie Herz-Kreislauf-System haben. Experten sehen deshalb die wachsende Beliebtheit der Geräte bei jungen Menschen mit Sorge.

Was steckt in einer Vape?

Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten wird kein Tabak verbrannt. Stattdessen erhitzt ein Akku eine Flüssigkeit, das sogenannte Liquid. Dieses besteht häufig aus Nikotin, Aromastoffen, Propylenglykol und Glycerin. Der entstehende Dampf wird anschließend eingeatmet. Besonders verbreitet sind mittlerweile Einweg-Vapes, die nach Gebrauch entsorgt werden.

Risiken für Lunge und Gesundheit

Der beim Dampfen entstehende Dampf ist keineswegs nur Wasserdampf. Untersuchungen zeigen, dass dabei gesundheitsschädliche und teilweise auch krebserregende Stoffe freigesetzt werden können. Bereits kurzfristig können Atemwegsreizungen, Husten oder allergische Reaktionen auftreten. Langfristige Folgen werden weiterhin erforscht, Experten sehen jedoch deutliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken für die Lunge und das Herz-Kreislauf-System.

Nikotin macht abhängig

Viele Vapes enthalten Nikotin. Dieser Stoff kann bereits nach kurzer Zeit abhängig machen. Zudem erhöht Nikotin den Blutdruck und belastet das Herz-Kreislauf-System. Besonders für Jugendliche ist dies problematisch, da sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet.

Gefahr durch unbekannte Inhaltsstoffe

Ein besonderes Risiko besteht bei Vapes aus unbekannten Quellen oder bei Geräten, die im Freundeskreis weitergegeben werden. Nicht immer ist klar, welche Stoffe tatsächlich enthalten sind. Experten warnen davor, dass in einigen Produkten neben Nikotin auch andere psychoaktive oder berauschende Substanzen enthalten sein können. Für Nutzer ist dies oftmals nicht erkennbar.

Vor allem Jugendliche laufen Gefahr, an einer fremden Vape zu ziehen, ohne zu wissen, was sie tatsächlich inhalieren. Dadurch können unbeabsichtigt nikotinhaltige oder andere berauschende Stoffe aufgenommen werden. Neben gesundheitlichen Risiken kann dies zu Schwindel, Kreislaufproblemen oder unerwarteten Rauschzuständen führen.

Jugendliche als besondere Zielgruppe

Auffällige Farben, süße Geschmacksrichtungen und moderne Designs sprechen gezielt junge Menschen an. Fachleute beobachten mit Sorge, dass Jugendliche durch den Konsum von Vapes häufiger den Einstieg in eine Nikotinabhängigkeit finden. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, später auch herkömmliche Tabakprodukte zu konsumieren.

Umweltbelastung durch Einweg-Vapes

Neben den Gesundheitsrisiken sorgen insbesondere Einweg-Produkte für Umweltprobleme. Die Geräte enthalten Akkus, Elektronik und Kunststoffe. Werden sie nicht fachgerecht entsorgt, entstehen zusätzliche Mengen an Elektroschrott.

Fazit

Vapes wirken modern und harmlos, sind es jedoch nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass sie abhängig machen, gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen und besonders junge Menschen gefährden können. Hinzu kommt das Risiko unbekannter Inhaltsstoffe in Geräten aus unsicheren Quellen. Wer an einer fremden Vape zieht, weiß oftmals nicht, welche Stoffe tatsächlich eingeatmet werden. Experten raten deshalb insbesondere Kindern und Jugendlichen vom Dampfen ab.


📌 Infobox für Eltern: Das sollten Sie über Vapes wissen

Woran erkennt man eine Vape?

  • Häufig bunt gestaltet und etwa so groß wie ein Textmarker.

  • Oft mit süßen Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Wassermelone oder Cola.

  • Verströmen meist einen fruchtigen Geruch.

Warum sind Vapes für Jugendliche problematisch?

  • Viele Produkte enthalten Nikotin und können abhängig machen.

  • Sie fördern den Einstieg in den Konsum weiterer Nikotin- und Tabakprodukte.

  • Die gesundheitlichen Langzeitfolgen sind noch nicht vollständig erforscht.

Welche zusätzliche Gefahr besteht?

  • Bei fremden oder illegal beschafften Vapes ist oft unklar, welche Stoffe enthalten sind.

  • Jugendliche können unbeabsichtigt andere berauschende Substanzen inhalieren.

Was können Eltern tun?

  • Das Gespräch ohne Vorwürfe suchen.

  • Über Risiken und Inhaltsstoffe aufklären.

  • Interesse zeigen und nachfragen, wenn Vapes im Freundeskreis auftauchen.

  • Bei regelmäßigem Konsum frühzeitig professionelle Beratungsangebote nutzen.

Wichtig: In Deutschland ist der Verkauf von E-Zigaretten und Vapes an Minderjährige verboten.