Herzebrock‑Clarholz beteiligt sich an KaRMa‑Kampagne: Mehrsprachige Plakate sensibilisieren für richtigen Umgang mit Abfällen
Seit einigen Wochen ist es im Gemeindegebiet deutlich sichtbar: Herzebrock‑Clarholz beteiligt sich an der bundesweiten KaRMa‑Kampagne des Umweltbundesamts.
Um Bürgerinnen und Bürger für die Ursachen und die Vorbeugung von Rattenbefall zu sensibilisieren, haben Mitarbeiter des Bauhofs kürzlich rund 100 Plakate der Kampagne des Umweltbundesamts für nachhaltiges Rattenmanagement in mehreren Sprachen im Gemeindegebiet angebracht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf öffentlichen Plätzen, Grünanlagen, dem Bahnhof und Marktplätzen. Über einen QR-Code auf den Plakaten stehen weiterführende Informationen zur Verfügung.
Die Kampagne verfolgt ein klares Ziel: Den Lebensraum für Ratten unattraktiver zu machen, indem das Nahrungsangebot reduziert wird. Viele Ursachen für Rattenbefall entstehen durch menschliches Verhalten – weggeworfene Essensreste, überquellende Mülleimer oder das Herunterspülen von Speiseresten über die Toilette.
Das Füttern von Tieren, etwa von Enten am Klosterteich in Herzebrock, ist nicht nur problematisch, sondern auch ausdrücklich verboten. Zurückgelassenes Futter kann Ratten anlocken und ihre Ausbreitung begünstigen.
Ratten gelten als Gesundheitsschädlinge. Sie können Krankheiten auf Menschen und Tiere übertragen, Lebensmittel durch Kot und Urin verunreinigen und durch Nagen sowie Graben Schäden an der Infrastruktur verursachen. Umso wichtiger ist es, mögliche Anreize für die Tiere konsequent zu vermeiden.
Die Plakate thematisieren diese Alltagssituationen klar und verständlich. Durch die mehrsprachige Gestaltung sollen alle Bürgerinnen und Bürger erreicht werden, unabhängig von Herkunft oder Muttersprache. Die Botschaft ist eindeutig: Wer Müll richtig entsorgt, schützt Gesundheit, Umwelt und Infrastruktur.
Weniger Ratten bedeuten weniger Krankheitsrisiken, weniger Schäden und vor allem weniger Einsatz von Rattengift – ein Gewinn für Mensch, Tier und Natur. Gleichzeitig spart die Kommune Kosten, da weniger Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung notwendig werden.
Bürgermeister Marco Diethelm unterstützt die Plakataktion ausdrücklich: „Häufig sind es kleine, alltägliche Dinge, die ein normales Rattenaufkommen zu einem ernstzunehmenden Problem machen können. Deshalb ist es beispielsweise wichtig, nicht verzehrte Pausenbrote nach Möglichkeit wieder mit nach Hause zu nehmen, statt sie wegzuwerfen.“
Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, Abfälle und Essensreste verantwortungsvoll zu entsorgen. Nur durch gemeinsames umsichtiges Handeln lässt sich dazu beitragen, das Gemeindegebiet sauber zu halten und ein erhöhtes Rattenaufkommen zu vermeiden.