Herzebrock-Clarholz benötigt weiterhin Wohnraum für geflüchtete Menschen

Gemeindeverwaltung hilft bei Instandsetzung zusätzlicher Unterkünfte.

Herzebrock-Clarholz benötigt weiterhin Wohnraum für geflüchtete Menschen

Seit dem Krieg in der Ukraine wird wieder deutlich mehr Wohnraum für geflüchtete Menschen benötigt. Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz hatte bereits Ende Februar einen Aufruf an die Bevölkerung gestartet, Wohnraum anzubieten, um der Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine begegnen zu können. Seitdem sind mehrere Wohnungen und auch Gemeinschaftsunterkünfte gemietet worden. Auch dank der tatkräftigen Unterstützung der örtlichen Schützenvereine und weiterer Helferinnen und Helfer konnten verschiedene Unterkünfte in kurzer Zeit bewohnbar gemacht werden.

Derzeit wohnen 178 Flüchtlinge aus der Ukraine in der Gemeinde. Zusätzlich sind weiterhin rund 58 Flüchtlinge aus anderen Herkunftsländern, zum Beispiel aus Syrien und Afghanistan in den Unterkünften untergebracht. Außerdem leben dort fünf obdachlose Personen. Die neue Unterkunft an der Möhlerstraße ist derzeit mit 26 Personen, davon fünf Familien sowie drei Einzelpersonen voll belegt. Hiervon stammen zwei Familien und zwei einzelne Personen ebenfalls aus der Ukraine. Mit einer derzeitigen Belegung von 241 Menschen bei einer Gesamtkapazität von 268 ist die Situation in den Gemeinschaftsunterkünften angespannt.

Um den Zuweisungen durch das Land gerecht werden zu können, benötigt die Gemeinde weiteren Wohnraum. „Wir möchten jetzt und in Zukunft den Menschen die Hilfe zukommen lassen, die Ihnen zusteht“, sagt Bürgermeister Marco Diethelm. „Der Krieg in der Ukraine und auch die Lebenssituationen in anderen Teilen der Welt stellen uns vor große Herausforderungen, die wir aus Gründen der Menschlichkeit meistern wollen und müssen.“

Deshalb ruft die Verwaltung weiterhin Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich zu melden, wenn sie Wohnungen zur Verfügung stellen können. Es wird vor allem endgültiger Wohnraum zur privaten Anmietung für Familien gesucht, um die angespannte Situation in den Gemeinschaftsunterkünften zu entlasten. Grundsätzlich hat die Gemeinde aber auch Interesse daran, zu mieten und zu kaufen sowie bei nötigen Instandsetzungen zu unterstützen.

Ausdrücklich weist die Verwaltung jedoch darauf hin, dass die Unterkünfte nicht ausschließlich für Menschen aus der Ukraine bereitgestellt werden sollen. „Beispielsweise gibt es auch weiterhin Familien etwa aus Syrien, die unsere Hilfe benötigen“, erläutert Diethelm. „Auch diese Menschen verdienen nach wie vor unseren Schutz“, so das Gemeindeoberhaupt.

Unverbindliche Angebote können der Gemeindeverwaltung per Email über j.seidl@herzebrock-clarholz.de oder telefonisch unter 05245 – 444 143 gemeldet werden.

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