Update: Feuer im Bolandwald auf rund 2000 qm. Zeugen gesucht.

Update: Feuer im Bolandwald auf rund 2000 qm. Zeugen gesucht.

Mehr als 60 Feuerwehrleute mussten am Samstagnachmittag ausrücken, um einen Brand im Waldgebiet an der Bolandstraße zu löschen. Auf rund 2000 Quadratmetern brannte hier das Unterholz, das Feuer wurde durch den heftigen Wind massiv angefacht.

Kurz nach 14 Uhr entdeckte Feuerwehrchef Franz-Josef Toppmöller beim Gassigehen mit Leihhund Abby die Flammen im Unterholz des Waldgebietes zwischen Boland- und Rhedaer Straße. Er rief per Notruf die Kreisleitstelle der Feuerwehr in Gütersloh, die aufgrund seiner detaillierten Schilderung sofort alle vier Löschzüge der Gemeinde alarmierte. Ferner eilten Mitglieder der Waldbrandkomponente des Kreisfeuerwehrverbandes aus St. Vit zu der Brandstelle, unter anderem ein Container mit 10.000 Litern Löschwasser.Die Feuerwehrleute zapften unter Einsatzleitung von Christian Siebert einen Unterflurhydranten an und verlegten entlang des Waldweges eine etwa 400 Meter lange Schlauchleitung, um auf eine leistungsfähige Wasserversorgung zurückgreifen zu können.Durch den sehr trockenen Waldboden konnte sich das Feuer rasant schnell ausbreiten, die Feuerwehrleute verhinderten mit vier C- und 2 B-Strahlrohren das weitere Ausbreiten.

Anschließend kämpften sie sich immer weiter vor und löschten die letzten Flammen. Aufgrund der Trockenheit in den letzten Wochen musste der Waldboden intensiv gewässert werden, um ein erneutes Entzünden auszuschließend. Mit einer Wärmebildkamera wurden weitere Glutnester gesucht, mit einer Drohne des Kreisfeuerwehrverbandes das betroffene Gebiet abgeflogen.Nach rund zwei Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.

Vor Ort machte sich am Samstag auch Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper ein Bild des Geschehens, nicht zuletzt weil erstmals seit der Installierung im Sommer letzten Jahres das „Waldbrandmodul“ für entsprechende Brände sofort von der Kreisleitstelle mit alarmiert worden war. Eingesetzt werden musste sie aber nur teilweise. So verschaffte sich die Einsatzleitung mit Hilfe der Drohne einen Überblick über die Brandstelle, insbesondere wurden auch noch weitere Brände oder Brandnester gesucht. Diese Komponente besteht unter anderem auch dem Abrollbehälter Wasser, der knapp 10.000 Liter Wasser mitbringt. Ferner rückt bei dem Alarm auch eine spezielle 30 Kubikmeter Mulde mit aus. In ihr können 27.000 Liter Wasser gelagert werden und bei einer schwierigen Wasserversorgung als „Puffer“ dienen. So könnte dem Behälter über längere Zeit Wasser entnommen werden, während im Pendelverkehr punktuell neues Löschwasser nachgefüllt wird.Bei dem entsprechenden Alarmstichwort, so Kreisbrandmeister Holtkemper, werden auch zwei Rollwagen mit Spezial-Equipement von der Kreisfeuerwehrschule in St. Vit aus zum Einsatzort gebracht. Auf den Rollwagen sind unter anderem Düsenschläuche, Löschkugeln oder Löschrucksäcke untergebracht. So kann beispielsweise eine Wasserwand mit dem Düsenschlauch erzeugt werden, mit der Löschkugel eine Fläche von etwa 350 qm beregnet werden. Ferner werden dann auch zwei faltbare Wasserbassins mitgebracht, in denen jeweils 8000 Liter Wasser als weiterer Puffer aufbewahrt werden können. Zwei weitere Rollcontainer mit leistungsstarken Pumpen, um das Löschwasser an die Einsatzstelle befördern zu können, gehören ebenfalls zu der Spezialausrüstung.

Im zeitlichen Zusammenhang wurden in der Nähe der Brandstelle zwei Jugendliche beobachtet, eine Fahndung im Nahbereich blieb zunächst erfolglos. Eine Strafanzeige wurde nach Polizeiangaben gefertigt.

Wegen der unklaren Ursache für das Feuer sucht die Polizei (Tel.: 05241/ 869-0) Passanten, die das Waldgebiet in der Verlängerung der Bolandstraße am Samstagnachmittag für einen Spaziergang bei dem schönen Wetter genutzt und verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Text: Andreas Eickhoff

Bild: Christina Vredenburg und Andreas Eickhoff

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