Erfolgreiches Turnpike‑Festivalwochenende: Volles Camp und starke Vibes | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Das Turnpike Reggae Festival hat Lette erneut in eine vibrierende Insel der Musik verwandelt: mehr Besucher, mehr Camper, neue Highlights und ein Line‑up, das die Bauernschaft Samtholz zwei Tage lang zum pulsierenden Mittelpunkt der deutschen Reggae‑Szene machte.

Erfolgreiches Turnpike‑Festivalwochenende: Volles Camp und starke Vibes

Turnpike 2026: Ein Wochenende voller Reggae‑Vibes

Einmal im Jahr verwandelt sich die sonst so ruhige Bauernschaft Samtholz in einen Ort, an dem man eher auf Dreadlocks als auf Dinkel trifft. Wo normalerweise Trecker tuckern, wippen jetzt Hüften im Offbeat – und über dem Landgasthaus Lönne liegt für zwei Tage ein Hauch Jamaika.

Am 14. und 15. August 2026 ging das TURNPIKE Reggae Festival in die achte Runde – und hat sich längst vom charmanten Dorfexperiment zu einem festen Bestandteil der deutschen Reggae‑Szene entwickelt. Was einst als kleine Schnapsidee begann, ist heute ein Festival mit Strahlkraft: Eine rund 40‑köpfige Crew organisiert gemeinsam mit über 200 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ein Event, das jährlich mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher begeistert.

In diesem Jahr verzeichnete Turnpike erneut deutliche Zuwächse. Bereits am Freitagabend kamen rund 2500 Gäste auf das Gelände. Besonders stark wuchs der Campingbereich: Rund 1100 Camper machten das Areal zu einer lebendigen Festival‑Community und übertrafen die Zahlen der Vorjahre deutlich.

Der Aufbau startete bereits am 08.08., eine Woche vor Festivalbeginn. Von Beginn an stand Turnpike für Zusammenhalt, Leidenschaft und die Liebe zur Musik. Aus einer kleinen Gruppe wurde über die Jahre ein starkes Netzwerk, in dem jede und jeder seinen Platz gefunden hat – unabhängig von Alter, Beruf oder Herkunft. Seit der Erweiterung auf zwei Festivaltage bietet das Festival noch mehr Raum für musikalische Vielfalt, Austausch und besondere Momente.

Auch das Gelände ist mitgewachsen: Neben großzügigen Campingflächen fanden Besucherinnen und Besucher eine vielfältige Foodmeile, Merch‑Stände und eine entspannte Chill‑Out‑Area. Neu war in diesem Jahr der „Turnpike Market“, eine zentral gebündelte Merch‑Area, die erstmals an einem festen Platz konzentriert wurde und für klare Wege sowie eine bessere Übersicht sorgte.

Optisch und technisch setzte das Festival weitere Akzente. Zusätzliche Palmen, ausgeliehen vom Reggae Jam, verliehen dem Gelände ein verstärktes karibisches Ambiente. Zudem kam eine neue, größere Musikanlage zum Einsatz, die für einen kraftvolleren, klareren und insgesamt breiteren Sound sorgte.

Seit 2017 führt Host Andrew Murphy durch das Programm und stand auch in diesem Jahr wieder selbst auf der Bühne.

Musikalisch bot das Turnpike 2026 ein vielfältiges Programm: Dr. Ring Ding eröffnete gemeinsam mit Special Guest Josh „Kush“ Brown von KushArt mit einer energiegeladenen Mischung aus Ska und Reggae. Chuck Fenda, bekannt als The Living Fire, brachte internationalen Flair aus Jamaika auf die Bühne. Teacha Dee überzeugte mit conscious Lyrics und authentischen Roots‑Vibes, während Luisa Laakmann mit ihrem gefühlvollen Mix aus Soul und Reggae neue Akzente setzte. Akeem Garrison präsentierte frischen, aufstrebenden Reggae‑Sound, gefolgt von Ruff & Tuff, die moderne Roots‑ und Dancehall‑Elemente verbanden. Für die nächtliche Soundsystem‑Atmosphäre sorgten Turndub Trinity und Boneshaker Sound, die das Gelände bis spät in die Nacht in Bewegung hielten.

Der Abbau dauerte rund eineinhalb Tage und wird am Montagmittag abgeschlossens sein. Anschließend folgen dann Inventur und Einlagerung des umfangreichen Materials – ein logistisches Kraftstück, das die eingespielte Struktur des Teams erneut unterstrich.

Turnpike 2026 zeigte erneut, wie viel Kraft in einem ehrenamtlich getragenen Festival steckt – und warum Lette längst ein fester Punkt auf der Reggae‑Landkarte geworden ist.

Fotos: Christina Vredenburg und Thomas Wöstheinrich