Der Natur auf der Spur mit Jägern im Wald

„Wir wollen die Neugier der Kinder wecken und sie sollen die Scheu vor Spinnen und Krabbeltieren verlieren, ganz nach dem Motto: Was ich nicht kenne, kann ich auch nicht schützen“, so Mechtild Gröver vom Hegering Herzebrock-Rheda.

Der Natur auf der Spur mit Jägern im Wald

Die Naturschützerin, Jägerin und Obfrau der Jägerinitiative Lernort Natur und ihr Mann, der Jäger Wilhelm Gröver, die Jägerin Stefanie Klappenbach und die Tochter Karina Klappenbach, beide von der Kreisgruppe Gütersloh des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu), waren mit 19 Kindern im Rahmen der Ferienspiele der Gemeinde Herzebrock-Clarholz der Natur auf der Spur.

Mit Rucksack und festem Schuhwerk ging es am Sonntagnachmittag auf die Pirsch in den Clarholzer Wald „Halloh“. Die Mädchen und Jungen erlebten einen interessanten Besuch im Wald und entdeckten ihn mit allen Sinnen. In der Ferne zwitscherte ein Vogel, im Gebüsch raschelte es, auf dem Boden waren Schneckenspuren zu sehen, die Kinder gingen mit offenen Augen durch den Wald: Gemeinsam machten sie sich auf Entdeckungsreise. Bei den aktuellen Temperaturen besteht Waldbrandgefahr, deshalb sind Flaschen, Zigarettenkippen und Müll Gift für den Wald.

„Welches Tier glaubt ihr, können wir hier im Wald entdecken? Wodurch unterscheiden wir die Bäume?“, fragte Mechtild Gröver, die Grundschüler. Sie fesselte die Kinder mit Wild- und Waldkunde. Damit die kleinen Forscher auch mal heimische Tiere sehen und anfassen können, hatte Wilhelm Gröver präparierte Tiere wie ein ausgestopftes Eichhörnchen, Igel, Rehkitz, Hase oder Füchse versteckt. Diese galt es zu finden und sorgten beim Entdecken im Baum, im Gebüsch, auf dem Feld oder am Wegrand für ein Aha-Erlebnis. Die präparierten Tiere stellte die Initiative der Jäger „Lernort Natur“ und der Hegering Herzebrock-Rheda zur Verfügung.

Der Zapfenwurf, das Imitieren von Tierstimmen und der Barfußweg rundeten den Pirschgang ab. Mit verbundenen Augen liefen die Kinder barfuß an einem gespannten Seil entlang, das fanden sie unheimlich spannend, mal kitzelte es, mal war es weich, mal zwickte es unter den Füßen.

Seit über 30 Jahren sind Mechtild und Wilhelm Gröver intensiv in der Natur unterwegs, „Wenn wir Verständnis und ein Auge für die Natur haben wollen, dann muss man die Kinder an die Natur heranführen und deswegen ist uns die Arbeit mit den Kindern so wichtig“, so das Ehepaar Gröver. Bei den nächsten Ferienspielen der Doppelgemeinde soll wieder ein anderes Stück Wald erkundet werden.

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