Bundespräsident Steinmeier besucht Herzebrock‑Clarholz und setzt ein klares Zeichen für die Bedeutung des Ehrenamts | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Ein besonderer Tag für Herzebrock‑Clarholz: Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier besuchte heute Vereine, Schulen und Ehrenamtliche, packte selbst mit an und suchte das Gespräch. Sein Besuch würdigt das starke Engagement vor Ort – ein Zeichen für Zusammenhalt und gelebte Demokratie.

Bundespräsident Steinmeier besucht Herzebrock‑Clarholz und setzt ein klares Zeichen für die Bedeutung des Ehrenamts

Demokratie stärken, Engagement würdigen: Steinmeier im Austausch mit den Menschen in Herzebrock‑Clarholz

Unser Video zeigt den Tag im Schnelldurchlauf – von den frühen Sicherheitsvorbereitungen bis zu den Begegnungen mit dem Bundespräsidenten. Vergesst nicht, den Ton anzuschalten.

Der Besuch von Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier hat Herzebrock‑Clarholz heute in besondere Bewegung versetzt. Rund um Waldstadion, Gesamtschule und Hallenbad herrschte reger Betrieb, begleitet von einem großen Sicherheitsaufgebot und vielen neugierigen Zuschauerinnen und Zuschauern.

Bereits am Morgen waren zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Vierzehn Sprengstoff‑Spürhunde‑Teams aus NRW und Bayern durchsuchten das Gelände, unterstützt von einem Entschärfer‑LKW des LKA mit modernster Robotertechnik. Rund 25 Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung und des Ordnungsamts arbeiteten Hand in Hand mit Polizei, LKA und BKA, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Auch die Presse wurde streng kontrolliert, bevor sie das Gelände betreten durfte.

Im Hintergrund sorgten Janina Treuherz und Julia Heuckmann von der Gemeindeverwaltung für die organisatorische Gesamtkoordination. Eine besondere Herausforderung war die kurzfristige Abstimmung der Sicherheitsvorgaben. Insgesamt mussten knapp 400 Personen akkreditiert und durch das BKA überprüft werden.

Nach seiner etwas verspäteten Ankunft in Herzebrock stand als Erstes die Aktion im Waldstadion auf dem Programm: Eine in die Jahre gekommene Wand sollte einen neuen Anstrich erhalten. Landrätin Ina Laukötter sowie die Landtagsabgeordnete Verena Schäffer waren ebenfalls vor Ort, informierten sich über die Aktionen und suchten das Gespräch mit den Ehrenamtlichen. Bundespräsident Frank‑Walter Steinmeier, Bürgermeister Marco Diethelm und Landrätin Ina Laukötter griffen gemeinsam zur Farbrolle und arbeiteten Seite an Seite mit Spielern des Herzebrocker SV.

Im Anschluss legten die Kinder der Turngruppen des Herzebrocker SV ihr Mini‑Sportabzeichen ab. Steinmeier übernahm das Startzeichen für den 400‑Meter‑Lauf und verfolgte die Runde aufmerksam vom Rand des Platzes. Er freute sich sichtbar über die Begeisterung der Kinder und die Energie, mit der sie die Stationen meisterten. Danach ging es für Steinmeier an das Nachzeichnen der Spiellinien auf der Rasenfläche. Mit einer Markierungsmaschine zog er gemeinsam mit Ehrenamtlichen des Herzebrocker SV die Linien nach und sorgte dafür, dass das Spielfeld wieder klar erkennbar und einsatzbereit war.

An der von‑Zumbusch‑Gesamtschule packte Steinmeier anschließend beim Verschrauben der Streben an den neuen Holzbänken mit an. Unterstützt wurde er von Schülerinnen und Schülern, dem Förderverein sowie weiteren Helferinnen und Helfern. Ebenfalls baute er Holznistkästen für Vögel. Danach ging es zum kurzen Gespräch mit den Mitgliedern des Affentenniscups. Die geplante Platzpflege konnte aufgrund des Unwetters am Vorabend nicht umgesetzt werden, dennoch nutzte Steinmeier die Gelegenheit, sich über die Arbeit des Teams und die Herausforderungen der Platzpflege kurz auszutauschen.

Im Vereinsheim des Herzebrocker SV trug sich Steinmeier in das Goldene Buch der Gemeinde ein – ein symbolischer Moment, der die Bedeutung seines Besuchs in Herzebrock‑Clarholz unterstreicht. In einer anschließenden Gesprächsrunde tauschte er sich mit zwölf ausgewählten Vereinsvorsitzenden aus verschiedenen Bereichen des lokalen Engagements aus. Themen waren Herausforderungen, Zukunftsfragen und die unverzichtbare Rolle des Ehrenamts für das Gemeindeleben. Dabei ging es auch darum, was sich politisch ändern müsste, damit Ehrenamtliche nicht unnötig ausgebremst werden, welche bürokratischen Hürden ihnen Steine in den Weg legen und wie Verwaltungsaufwand abgebaut werden könnte, um Menschen, die sich engagieren wollen, den Einstieg zu erleichtern. Steinmeier betonte zudem, dass er hoffe, der Ehrentag werde sich langfristig etablieren – und dass auch sein Nachfolger diese Tradition fortführen werde.

Zum Abschluss blieb Zeit für persönliche Begegnungen. Steinmeier stellte sich für Gruppenfotos mit Vereinsvertreterinnen und ‑vertretern, dem Herzebrocker SV, Vertreterinnen und Vertretern der von‑Zumbusch‑Gesamtschule, Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik sowie Mitarbeitenden der Verwaltung und vielen weiteren Engagierten zur Verfügung. Bei einer Bratwurst kam man schließlich noch einmal in entspannter Atmosphäre ins Gespräch – ein nahbarer und verbindender Ausklang eines besonderen Tages.

Ein ehrenvoller Tag für Herzebrock‑Clarholz, für die vielen engagierten Vereine und für all jene, die hier ihre Zeit und Energie einbringen. Ihr Einsatz macht Herzebrock‑Clarholz zu einem lebens- und liebenswerten Ort – etwas, das in der heutigen Zeit keineswegs selbstverständlich ist. Vereinsarbeit stärkt nicht nur das Miteinander, sondern auch unsere Demokratie. Und genau das brauchen wir.