Vier Fahrzeuge beteiligt: Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz an der Emsbrücke
Von Andreas Eickhoff
Am Mittwochnachmittag ist es auf der Gütersloher Straße in Höhe der Emsbrücke zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen gekommen. Der Notruf ging gegen 16.50 Uhr bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr Gütersloh ein. Insgesamt wurden fünf Personen verletzt, eine davon lebensgefährlich.
Nach ersten Informationen der Polizei ereignete sich der Unfall auf der Gütersloher Straße, aus Herzebrock kommend, kurz vor der Emsbrücke. Wie genau es zu dem Zusammenstoß kam, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat ein Verkehrsunfallaufnahmeteam aus Bielefeld angefordert, das den genauen Hergang rekonstruieren soll.
Beteiligt waren vier Fahrzeuge, unter anderem ein Seat, der durch den Aufprall von der Straße auf ein tiefer gelegenes Grundstück geschleudert wurde. Durch die Wucht des Unfalls wurde der Motorblock aus dem Fahrzeug gerissen und kam auf der Fahrbahn zum Liegen.
Außerdem war ein weißes VW-Coupé in den Unfall verwickelt. Die Beifahrerin in diesem Fahrzeug erlitt lebensgefährliche Verletzungen, der Fahrer wurde leicht verletzt. Auf der Beifahrerseite wurde das Vorderrad aus der Verankerung gerissen, ebenso die Tür. Weitere Details zu den Verletzungen machte die Polizei zunächst nicht.
Einige Meter von der ersten Unfallstelle entfernt kam es zudem zu einem weiteren Zusammenstoß. Dort kollidierten ein Opel Combo und ein VW Golf mit Beckumer Kennzeichen. Ob und wie dieser zweite Unfall mit dem ersten zusammenhängt, ist nach aktuellem Stand noch offen.
Nach dem Notruf wurden zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert. Zunächst war von eingeklemmten Personen die Rede, außerdem wurde wegen der fünf Verletzten ein „Massenanfall von Verletzten“ ausgerufen. Als die ersten Kräfte die Unfallstelle in Höhe der Hausnummer 77 erreichten, war aber glücklicherweise niemand eingeklemmt – auch die lebensgefährlich verletzte Person nicht.
Einsatzleiter war Gemeindebrandinspektor Sascha Braunsmann. Insgesamt waren rund 55 Kräfte der Feuerwehr vor Ort, darunter die Löschzüge Herzebrock, Clarholz und Quenhorn. Der Löschzug Clarholz konnte nach kurzer Zeit wieder einrücken, da keine Personen eingeklemmt waren.
Zur medizinischen Versorgung waren drei Rettungswagen aus Gütersloh, zwei aus Rheda-Wiedenbrück sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Gütersloh im Einsatz. Die Verletzten wurden zunächst an der Unfallstelle erstversorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Die Polizei sperrte die Gütersloher Straße im Bereich der Unfallstelle voll. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet. Die beteiligten Pkw wurden sichergestellt, um sie im Rahmen der weiteren Ermittlungen auszuwerten.
Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wertet das angeforderte Verkehrsunfallaufnahmeteam nun Spuren an der Unfallstelle und an den Fahrzeugen aus.
Zeugen des Verkehrsunfalls werden gebeten, sich bei der Polizei Gütersloh unter Telefon 05241/ 8690 zu melden.