800 Jugendliche starten in die Berufsorientierung – Messe öffnet am Samstag in der Stadthalle Rheda‑Wiedenbrück erneut
Die Messe Ausbildung & Arbeit hat am Freitag eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Interesse an praktischer Berufsorientierung in der Region ist. Rund 800 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen der Stadt – den beiden Berufskollegs, der Osterrath‑Realschule, dem Einstein‑Gymnasium, dem Ratsgymnasium sowie der Gesamtschule mit beiden Standorten – nutzten den ersten Messetag, um Berufe kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und sich über Ausbildungswege zu informieren.
Wirtschaftsförderer Sebastian Czoske brachte das Konzept auf den Punkt: „Für die wichtige Frage nach der beruflichen Zukunft bieten wir die passende Antwort.“ Mit rund 70 Unternehmen bot die Messe einen breiten Branchenmix – vom Handwerk über Industrie und Pflege bis hin zu IT, Verwaltung und Kreativberufen.
Ein besonderes Merkmal des Formats: Alle Unternehmen starten unter denselben Bedingungen. Jeder Aussteller hat lediglich einen Tisch und ein Roll‑up. Keine großen Messestände, keine Showflächen. Wirtschaftsförderin Petra Winkelsträter betonte: „Jedes Unternehmen ist ein Highlight!“ Die klare Struktur sorgt dafür, dass nicht die Größe des Standes entscheidet, sondern das Gespräch – und genau das wurde intensiv genutzt.
Die Messe hat sich aus der früheren Berufsorientierungsveranstaltung im Rathaus entwickelt, die seit 2014 stattfand. Seit 2021 ist sie in der neuen Stadthalle zuhause – mit deutlich mehr Platz, mehr Mitmachangeboten und nun erstmals mit zwei Messetagen. Der Grund: Am Freitag können nur die 800 angemeldeten Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Deshalb öffnet die Messe am Samstag erneut ihre Türen – für Jugendliche anderer Jahrgänge, für Eltern und für alle, die sich über berufliche Perspektiven informieren möchten.
Wie jedes Jahr nutzten die Schülerinnen und Schüler die bekannten Interessen‑Buttons, die ihnen helfen, passende Berufsfelder zu finden. Wer gern auf Menschen zugeht, wählte den Button „Sozial“, handwerklich geschickte Jugendliche entschieden sich für „Handwerk“, technikaffine Besucherinnen und Besucher griffen zu „Technik“, und wer sich eine Zukunft im Büro vorstellen konnte, wählte den entsprechenden Button. Neu dabei war in diesem Jahr der Schwerpunkt „Vertrieb“ – für alle, die spannend finden, wie ein Produkt seinen Weg zu den Kundinnen und Kunden findet. Viele Unternehmen nutzten diese Hinweise, um gezielt passende Tätigkeiten und Ausbildungswege vorzuschlagen.
Dazu kamen zahlreiche praktische Stationen: ein Bagger‑Simulator, das Polstern von Bildern, das Nähen kleiner Accessoires oder das Verdrahten elektrischer Schaltkreise. Ein besonderes Highlight war der Science‑Truck Lab‑on‑Tour der Hochschule Hamm‑Lippstadt, der moderne Forschung direkt in die Stadthalle brachte und viele Jugendliche für MINT‑Berufe begeisterte.
Am Samstag sind alle weiteren Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen, noch einmal durch die Stadthalle zu gehen, Berufe auszuprobieren und gemeinsam mit ihren Eltern ins Gespräch zu kommen. Auch Unternehmen aus Herzebrock-Clarholz sind auf der Messe vertreten.