Die aktuelle Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit für Dezember 2025 zeigt für Herzebrock‑Clarholz ein gemischtes Bild: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen, liegt jedoch weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt waren im Dezember 406 Menschen arbeitslos gemeldet, 18 mehr als im November (+4,6 %). Im Vergleich zum Dezember 2024 bedeutet dies jedoch einen deutlichen Rückgang um 26 Personen (‑6,0 %).
SGB‑III-Bereich: Spürbarer Anstieg der Kurzzeitarbeitslosen
Im Rechtskreis des SGB III, also bei den kurzfristig arbeitslos gewordenen Menschen, zeigt sich ein deutlicher Zuwachs. Hier stieg die Zahl der Betroffenen von 180 auf 192 Personen (+6,7 %). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ebenfalls einen Anstieg um 15 Personen (+8,5 %). Diese Entwicklung deutet auf eine erhöhte Dynamik im regionalen Arbeitsmarkt hin – etwa durch saisonale Effekte oder auslaufende Beschäftigungsverhältnisse.
SGB‑II-Bereich: Deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr
Im Bereich des SGB II, also bei den längerfristig arbeitslosen Menschen, zeigt sich ein anderes Bild: Mit 214 Personen liegt die Zahl zwar leicht über dem Vormonat (+6 Personen, +2,9 %), jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert. Gegenüber Dezember 2024 wurden 41 Personen weniger gezählt (‑16,1 %). Dies ist ein klarer Hinweis darauf, dass sich die längerfristige Arbeitslosigkeit im Ort spürbar entspannt hat.
Struktur der Arbeitslosen: Mehr Männer, viele Ältere
Ein Blick auf die Struktur zeigt:
206 Männer und 200 Frauen waren im Dezember arbeitslos gemeldet.
49 junge Menschen unter 25 Jahren und 54 Menschen 55 Jahre und älter suchten eine Beschäftigung.
109 Personen waren 55 Jahre oder älter – ein weiterhin hoher Anteil, der die Herausforderungen des demografischen Wandels widerspiegelt.
Auch der Anteil ausländischer Arbeitsloser bleibt mit 170 Personen relevant, was die Bedeutung von Integrations‑ und Qualifizierungsangeboten unterstreicht.
Einordnung im Kreisvergleich
Mit 406 Arbeitslosen liegt Herzebrock‑Clarholz im Mittelfeld des Kreises Gütersloh. Auffällig ist der vergleichsweise starke Rückgang gegenüber dem Vorjahr, der deutlicher ausfällt als in vielen anderen Kommunen. Während Städte wie Rheda‑Wiedenbrück oder Rietberg leichte Anstiege verzeichnen, zeigt Herzebrock‑Clarholz eine positive Jahresbilanz.
Fazit: Stabiler Arbeitsmarkt mit saisonalen Schwankungen
Die Zahlen für Dezember 2025 zeigen: Der Arbeitsmarkt in Herzebrock‑Clarholz bleibt insgesamt stabil. Der leichte Anstieg zum Jahresende ist typisch für die Saison, während der deutliche Rückgang im Jahresvergleich auf eine robuste lokale Wirtschaft hinweist. Besonders im Bereich der längerfristigen Arbeitslosigkeit zeigt sich eine positive Entwicklung, die Mut macht – auch wenn die steigende Zahl älterer Arbeitsloser weiterhin eine Herausforderung bleibt.