Aus Altmülldeponie wird Lebensraum: Gemeinde renaturiert ehemalige Mülldeponie | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Die Gemeinde Herzebrock‑Clarholz hat die ehemalige Hausmülldeponie an der Quenhorner Straße in eine artenreiche Wiesenfläche verwandelt. Auf 5.400 Quadratmetern entsteht ein wertvoller Lebensraum für Insekten und Kleintiere – bepflanzt mit robusten, standortgerechten Gehölzen und nachhaltig gesichert für die Zukunft.

Aus Altmülldeponie wird Lebensraum: Gemeinde renaturiert ehemalige Mülldeponie

Gemeinde Herzebrock-Clarholz bepflanzt Altmülldeponie: Robuste Artenvielfalt ist zukunftsfähig

Die Gemeinde Herzebrock-Clarholz hat die ehemalige Hausmülldeponie an der Quenhorner Straße renaturiert und als artenreiche Wiesenfläche neugestaltet. Auf rund 5.400 Quadratmetern entstand so ein wertvoller Rückzugsort für Kleintiere und Insekten.

Das Gelände blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück: Nach der Stilllegung der ehemaligen Hausmülldeponie wurde die Fläche mit kulturfähigem Boden abgedeckt und zeitweise als Ackerland genutzt. Auch eine Nutzung als Hundewiese war zwischenzeitlich im Gespräch. Nun wurde die rekultivierte Altlast dauerhaft und nachhaltig gesichert, in enger Abstimmung mit der Unteren Bodenschutzbehörde des Kreises Gütersloh.

Bei der Bepflanzung setzte die Gemeindeverwaltung bewusst auf besonders robuste und standortgerechte Gehölze. Angepflanzt wurden unter anderem Roter Hartriegel, Kornelkirsche, Waldhasel, Eingriffeliger Weißdorn, Pfaffenhütchen, Schlehe, Schwarze Johannisbeere, Hundsrose, Schwarzer Holunder sowie der Gemeine Schneeball. Ergänzt wird die Wiesenfläche durch Strauchgruppen und eine Hecke, die die Fläche zur angrenzenden Landwirtschaft hin abgrenzt.

Die Artenvielfalt ist dabei kein Selbstzweck: Sie soll Kleintieren und Insekten dauerhaften Lebensraum bieten und die langfristige Entwicklung der Fläche als naturnahes Grüngebiet sichern.

Die Fläche wird in festgelegten Abständen gemäht; Schnittgut und Wildkräuter verbleiben in der Regel vor Ort und fördern so den natürlichen Nährstoffkreislauf. Die regelmäßige Pflege wird der örtliche Bauhof übernehmen, nachdem die dreijährige Fertigstellungspflege vorbei ist.

Marco Schröder, stellvertretender Leiter der Gemeindewerke Herzebrock-Clarholz, ist für die betreffende Fläche fachlich zuständig. Gemeinsam mit Sascha Zelesnik-Hartmann, die in der Gemeinde für Grünflächen verantwortlich ist und die Bepflanzung geplant und koordiniert hat, ist er sich einig: „Mit dieser Maßnahme setzt die Gemeinde Herzebrock-Clarholz ein sichtbares Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Altlasten und für aktiven Umwelt- und Naturschutz im Gemeindegebiet."