DRK zieht Konsequenzen: Jahnstraße verliert drei Sammelcontainer
Das Deutsche Rote Kreuz hat seine drei Altkleidercontainer am Standort Jahnstraße/Sportplatz abgezogen. Die Gemeindewerke teilten mit, dass die Container am 10. Februar 2026 entfernt wurden. Der Schritt kommt nicht überraschend: Schon länger hatten einzelne Bürgerinnen und Bürger auf die zunehmende Vermüllung rund um die Container hingewiesen – und das DRK hatte wiederholt auf die schwierige Situation aufmerksam gemacht.
Als Hauptgrund nennt das DRK die anhaltende Vermüllung vor und in den Containern, die zu hohen Entsorgungskosten führt. Immer häufiger wurden dort Abfälle entsorgt, die nichts mit Altkleiderspenden zu tun haben. Bei der Abholung am 10. Februar seien die Container laut DRK sogar überwiegend mit Gartenabfällen gefüllt gewesen – anstelle von tragfähiger Kleidung.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Ein großer Teil der eingeworfenen Kleidung sei nicht mehr verwertbar, weil sie verschmutzt, beschädigt oder qualitativ minderwertig sei. Der Markt für recycelbare Textilien ist zudem stark eingebrochen, sodass sich viele Materialien nicht mehr wirtschaftlich weiterverarbeiten lassen. Das DRK sieht sich deshalb gezwungen, Standorte mit besonders hoher Fehlbefüllung aufzugeben.
Verbleibende Altkleidercontainer in der Gemeinde
Aktuell stehen in der Gemeinde noch folgende Sammelstellen zur Verfügung:
Gütersloher Str. 74 / Ecke Waldburgstr. – 1 Container
Weißes Venn / Ecke Kleine Putz – 2 Container
Postweg 70a – 1 Container
Raabestr. 10 – 2 Container
Debusstr. 9–15 – 2 Container
Holzhofstr. / Sportplatz – 2 Container
Holzhofstr. 27 – 1 Container
Westerfeld 24/36 – 1 Container
Westerfeld 18 – 1 Container
Gesamt: 9 Standorte mit 13 Containern
Hinweise zum richtigen Umgang mit Altkleidern
Um weitere Standortschließungen zu vermeiden, bitten Gemeinde und DRK um einen verantwortungsvollen Umgang mit Textilspenden:
Nur saubere, trockene und heile Kleidung in die Container geben.
Gut erhaltene Kleidung kann auch direkt an Sozialkaufhäuser, Kleiderkammern oder Flüchtlingsunterkünfte gespendet werden.
Verschmutzte oder beschädigte Kleidung gehört in die Restmülltonne oder kann kostenpflichtig am Recyclinghof abgegeben werden.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, auf hochwertige, langlebige Kleidung zu setzen, die repariert werden kann. Besonders geeignet für das Recycling sind Monogewebe, da sie aus nur einer Faserart bestehen.
Keine Müllsäcke, Abfälle oder Gegenstände vor die Container stellen – diese müssen kostenpflichtig entsorgt werden und verschlechtern die Sammelqualität erheblich.