32 Abinauten heben ab: Von-Zumbusch-Gesamtschule entlässt ihren Abiturjahrgang 2026 | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Mit dem Motto „Abinauten“ und dem Cicero-Zitat „Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen“ verabschiedete die Von-Zumbusch-Gesamtschule ihren Abiturjahrgang 2026. Eine Feier voller Musik, starken Worten und bewegenden Momenten zeigte, wie weit dieser erste Oberstufenjahrgang der Schule gekommen ist – und wie bereit er nun ist, neue Missionen zu starten.

32 Abinauten heben ab: Von-Zumbusch-Gesamtschule entlässt ihren Abiturjahrgang 2026

Abiturentlassung 2026 der Von-Zumbusch-Gesamtschule: Ein Jahrgang hebt ab

Unter dem Motto „Abinauten“ und begleitet vom Cicero-Zitat „Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen“ verabschiedete die Von-Zumbusch-Gesamtschule am Samstag ihren Abiturjahrgang 2026. Die Feier bot einen abwechslungsreichen Mix aus Musik, Grußworten, Rückblicken und Auszeichnungen – und spiegelte eindrucksvoll wider, wie sehr dieser Jahrgang über sich hinausgewachsen ist.

Den musikalischen Rahmen eröffnete Michael Hepe mit seinem Beitrag „Rise against miracle“. Später griff er erneut zur Gitarre und spielte die Acoustic-Ballad-Version von „Good Riddance (Time of Your Life)“ von Green Day – ein Stück, das die Stimmung zwischen Abschied und Aufbruch perfekt einfing.

Die kirchlichen Vertreterinnen Jennifer Bochert (katholisch) und Heidrun Rudzio (evangelisch) gestalteten einen gemeinsamen Dialog über Träume – inspiriert von Jakob und dem Song „Träum weiter“ von Eddi Hüneke. Sie erinnerten daran, dass Träume sich im Laufe des Lebens verändern dürfen. Entscheidend sei, weiterzugehen, heiter zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen.

Schulleiter Sebastian Menke: „Heute bekommt ihr euer Zeugnis, aber es beschreibt nicht euren Wert“

In seinen Grußworten blickte Schulleiter Sebastian Menke auf die beeindruckende Entwicklung des Jahrgangs zurück. Von den 32 Abiturientinnen und Abiturienten hatten nach der Grundschule nur zwei eine reine Gymnasialempfehlung erhalten; ein Viertel erhielt eine eingeschränkte Empfehlung, ein weiteres Viertel eine Haupt- oder Förderschulempfehlung: „Ihr habt die vergangenen Schuljahre für euch genutzt, gelernt und euch eingebracht und erhaltet heute als Lohn euer Abiturzeugnis, die allgemeine Hochschulreife.“

Er betonte, wie wichtig neben klugen Köpfen auch Menschen seien, die zuhören, Verantwortung übernehmen und ihre Meinung vertreten können. Besonders eindrücklich blieb sein Satz: „Heute bekommt ihr euer Zeugnis, aber es beschreibt nicht euren Wert.“ Nicht die Mathe-Note sei entscheidend, sondern ob Menschen Vertrauen in einen haben und gerne mit einem zusammenarbeiten.

Bürgermeister Marco Diethelm: „Hinter jeder Mission steht ein Team“

Bürgermeister Marco Diethelm knüpfte an das Abi-Motto Abinauten an und zog Parallelen zur Vorbereitung echter Astronauten, auch sie hätten eine gemeinsame Mission – und seien dabei nie allein. „Hinter jeder Mission steht ein Team – Menschen, die mitgedacht, mitgearbeitet und mitgefiebert haben.“

Er hob die Bedeutung einer lebendigen demokratischen Haltung hervor: Fragen zu stellen, sich eine eigene Meinung zu bilden und Verantwortung zu übernehmen, sei grundlegender Bestandteil einer funktionierenden Gesellschaft. Demokratie brauche Menschen, die sich einbringen, Position beziehen und Missstände nicht einfach hinnehmen. Mit dem Cicero-Zitat „Cum tacent, clamant“ – frei übersetzt: „Schweigen ist Zustimmung“ – erinnerte Diethelm daran, wie wichtig es sei, die eigene Stimme zu nutzen. Wer schweige, stimme zu, sagte er, und machte deutlich, dass demokratische Werte nur dann bestehen können, wenn Menschen sich äußern, Haltung zeigen und nicht durch stilles Wegsehen oder schweigende Zustimmung Ungerechtigkeiten Raum geben.

Zum Abschluss spannte er den Bogen zurück nach Herzebrock-Clarholz: „Herzebrock-Clarholz ist ein guter Ort zum Leben und eure Basis-Station. Ein Ort, zu dem man zurückkehren kann, der Halt gibt und von dem aus neue Missionen starten können.“

Oberstufenkoordinator Roland Phillip: Verantwortung und Gemeinschaft

Oberstufenkoordinator Roland Phillip, der den Jahrgang im letzten Abschnitt begleitet hatte, würdigte die Abiturientinnen und Abiturienten als besonders höflich und geduldig. Er erinnerte daran, dass Verantwortung nicht nur für das eigene Leben gelte, sondern auch für die Menschen um einen herum: „Verliert sie nicht aus den Augen.“

Elternvertretung: Unterstützung auf Abruf

Die Elternvertreterinnen Marion Buschemeier, Vanessa Tophinke und Helene Franz nahmen den „Major Tom“-Bezug des Jahrgangs auf und verbanden ihn mit einer Botschaft der Verlässlichkeit. Ein einziger Funkspruch genüge, so betonten sie, und die Crew – Familie, Freunde, Begleiter – stehe bereit. Ihr Appell: Die eigene Mission entschlossen weiterzuverfolgen und an ihr festzuhalten, wenn man dafür brennt.

Abiturientia: Abschluss einer gemeinsamen Mission

Die Vertreterinnen der Abiturientia, Lynn Bollmeier und Jule Timmer, blickten mit einem Augenzwinkern auf die zurückliegenden Schuljahre. Ihre Botschaft war ebenso humorvoll wie selbstbewusst: „Unsere Mission ist hier beendet, wir haben es geschafft. Wir haben die Welt gerettet.“

Jahrgangsbetreuung: Drei Jahre im Kontrollzentrum

Die Jahrgangsbetreuer Anna Martens und Pradeep Manjoran beschrieben die vergangenen drei Jahre als intensive Zusammenarbeit im „Kontrollzentrum“, das die Abinauten sicher durch die Oberstufe führte. Neben Freundlichkeit habe auch Ehrlichkeit eine wichtige Rolle gespielt. Sie lobten die Gruppe: „Unser erster Oberstufenjahrgang – und ihr habt es uns sehr einfach gemacht.“

Zeugnisvergabe und Ehrungen

Im Anschluss erhielten die Abiturientinnen und Abiturienten ihre Zeugnisse. Besonders hervorgehoben wurde Jule Damman, die im Fach Deutsch herausragende Leistungen zeigte. Josephine Becker und Henning Buschmeier wurden für ihre kontinuierlich besten Leistungen im Fach Deutsch geehrt und zugleich als Jahrgangsbeste ausgezeichnet.

Beim abschließenden Sektempfang feierten Familien, Freunde und Lehrkräfte gemeinsam den erfolgreichen Abschluss der Abinauten-Mission 2026 – ein Jahrgang, der eindrucksvoll gezeigt hat, wie weit man kommen kann, wenn man nie aufhört anzufangen.

Ein Video von der Feier:

Weitere Fotos von der Entlassungsfeier: