Klavierkonzert nimmt mit auf eine Reise um die Welt
(woe) Zahlreiche Musikbegeisterte fanden sich am 6. September in der Clarholzer Gnadenkirche ein, um ein Klavierkonzert unter dem Titel „In 90 Minuten um die Welt mit Holger Blüder“ zu erleben. Die Veranstaltung in der Reihe „Kultur im Kloster Clarholz“, veranstaltet vom Freundeskreis Propstei Clarholz in Kooperation mit der Volkshochschule Reckenberg-Ems, nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise rund um den Globus – Holger Blüder, seit 2024 Leiter der Musikschule für den Kreis Gütersloh und Vorstandsmitglied des Landesverbandes der Musikschulen in NRW, ist Pianist, Dirigent und Pädagoge. Seit Jahren tritt er in der Region und darüber hinaus auch mit seinem Bühnenprogramm auf.
In Clarholz zeigte er nicht nur virtuoses Können und große Spielfreude am Piano, er übernahm auch die Moderation. Er gab Erläuterungen zu den die gespielten Stücken und erzählte auch unterhaltsame Anekdoten zu den Komponisten. Unter ihnen waren sowohl Zeitgenossen wie auch weltbekannte Klassiker.
Im ersten Programmteil ging es mit Riesenschritten um die ganze Welt herum, im zweiten Teil konzentrierte sich Blüder auf Europa, 15 Länder waren es insgesamt. Es begann mit der 1968 geborenen Kanadierin Clara Ponty, gefolgt vom US-Amerianer Leonard Bernstein (1918-1990), dann ging es nach Afrika, in die Mongolei, mit Sergej Prokofjew nach Russland, uber England mit Grieg nach Norwegen und schließlich jazzig mit Fazil Say (*1970) in die Türkei.
Nach der Pause erklang unter anderem eine barocke Sonate des Italieners Domenico Scarlatti, der spanische Danza Ritual del Fuego von Manuel de Falla und Claude Debussys Prludes.Für Deutschland stand Richard Strauss (1864-1949), für Österreich Franz Schubert und der Ungar Franz Liszt hatte in der Schweiz sein Vallée Obermann geschrieben – so stand dieser gleich für zwei Länder.
Mit großer Anerkennung für die gelungene Auswahl, die kenntnisreichen und kurzweiligen Kommentare und die künstlerische Interpretation der Stücke bedankte sich das Publikum bei Holger Blüder und nach mehreren Zugaben konnte man schon den Wunsch hören, dass man sich auf ein weiteres Konzert sicher freuen würde.
Von Michael Wöstheinrich