Frieden im Fokus: Jugend-Konvent am Einstein-Gymnasium setzt auf Dialog statt Podium | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Was braucht Frieden heute? Mit dieser Frage beschäftigt sich die JugendWFK26 am 8. Oktober im Einstein-Gymnasium in Rheda-Wiedenbrück. Jugendliche diskutieren mit Vertretern aus Medien, Kirche, Politik und Sicherheitspolitik über Herausforderungen, Verantwortung und Perspektiven für eine friedliche Zukunft.

Frieden im Fokus: Jugend-Konvent am Einstein-Gymnasium setzt auf Dialog statt Podium

Was braucht Frieden heute?“ - JugendWFK26 bringt junge Menschen mit Politik, Medien, Kirche und Sicherheitspolitik ins Gespräch

Was braucht Frieden heute? Diese Frage steht im Mittelpunkt der JugendWFK26, dem Jugend-Konvent der Westfälischen Friedenskonferenz, am Donnerstag, 8. Oktober 2026, von 16.00 bis 18.00 Uhr in der Aula des Einstein-Gymnasiums in Rheda-Wiedenbrück. Junge Menschen aus Westfalen treffen dort auf unterschiedliche Perspektiven aus Gesellschaft, Medien, Kirche und Sicherheitspolitik. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das klassische Podiumsgespräch, sondern die aktive Beteiligung der Jugendlichen. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Janusz Korczak-Gesamtschule Gütersloh und dem Einstein Gymnasium in Rheda und richtet sich an Jugendliche aus der gesamten Region.

„Frieden ist gerade für junge Menschen längst keine abstrakte Frage mehr. Krieg in Europa, internationale Konflikte, Desinformation und die Diskussion über unsere Sicherheit machen deutlich, dass Frieden immer wieder neu erklärt, verhandelt und gestaltet werden muss. Mit der JugendWFK wollen wir deshalb nicht nur über Jugendliche sprechen, sondern mit ihnen. Sie sollen unterschiedliche Positionen kennenlernen, Fragen stellen, widersprechen und vor allem eine eigene Haltung entwickeln können“, sagt Dr. Andre Vielstädte, Geschäftsführer der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V.

Ausgangspunkt des rund 100-minütigen Programms ist der historische Westfälische Frieden. Von dort schlägt die JugendWFK den Bogen zu den Herausforderungen der Gegenwart. Statt langer Vorträge setzt das Format auf kurze Impulse, unterschiedliche Perspektiven, direkte Publikumsbeteiligung und die Möglichkeit für die Jugendlichen, sich selbst zu positionieren.

Als Gesprächspartner werden Anna-Nicole Heinrich aus der Evangelischen Kirche in Deutschland, die ZDF-Journalistin Nicole Diekmann, Hauptmann Robin Lintemeier, Jugendoffizier aus Augustdorf, sowie Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, erwartet. Damit treffen bewusst sehr unterschiedliche Sichtweisen aufeinander: gesellschaftliche und ethische Verantwortung, die Rolle freier Medien, Fragen von Sicherheit und Verteidigung sowie die Perspektive von Wirtschaft und gesellschaftlicher Transformation.

„Demokratie und Frieden leben davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich mit unterschiedlichen Sichtweisen auseinanderzusetzen. Genau dafür wollen wir jungen Menschen einen Raum geben. Sie sollen erleben, dass ihre Fragen und ihre Perspektiven zählen und dass gesellschaftliche Debatten davon profitieren, wenn man sich einmischt“, erklärt Christoph Dammermann, Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative für Eigenverantwortung und Gemeinwohl.

Für die Veranstalter ist die JugendWFK zugleich eine bewusste Weiterentwicklung der Westfälischen Friedenskonferenz. Die Leitfrage „Was braucht Frieden heute?“ soll nicht allein von politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Entscheidungsträgern diskutiert werden. Gerade die Generation, die die Konsequenzen heutiger Entscheidungen langfristig tragen wird, soll in die Debatte einbezogen werden.

„Der Westfälische Frieden erinnert uns daran, dass Frieden nicht einfach entsteht. Er ist das Ergebnis von Dialog, Kompromissfähigkeit und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Diese historische Erfahrung ist hochaktuell. Wenn es uns gelingt, junge Menschen dafür zu interessieren, wie Frieden gesichert und gestaltet werden kann, dann erfüllen wir auch einen zentralen Anspruch unserer Arbeit als WWL“, so Vielstädte.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter:https://www.swi.nrw/2026/08/27/anmeldung-jugend-konvent-2026/