Update: Wie uns ein Sprecher der Bundeswehr mitteilte, muss eine Auskunft aus dem gestrigen Bericht aufgrund eines Auswertefehlers korrigiert werden. Entgegen der zunächst übermittelten Informationen handelte es sich bei den vier Luftfahrzeugen nicht um Maschinen des Lufttransportgeschwaders 62 aus Wunstorf.
Tatsächlich waren vier Transportflugzeuge der Royal Air Force vom Typ Atlas C1 im Einsatz. Beim Atlas C1 handelt es sich um die britische Bezeichnung des auch bei der Bundeswehr genutzten Transportflugzeugs Airbus A400M.
Ebenfalls korrigiert wurden die Angaben zu Start- und Zielflugplatz: Die vier Maschinen starteten und landeten nicht in Wunstorf, sondern auf dem Flugplatz Celle.
Vier Militärtransporter kreisen über Ostwestfalen: Ein ungewöhnliches Bild am Himmel über der Region
(cv) Ein ungewöhnlicher Anblick zeigte sich am Dienstagmorgen über Ostwestfalen: Gleich vier Militärtransporter waren zeitweise gemeinsam am Himmel unterwegs. Nach einer korrigierten Auskunft der Bundeswehr handelte es sich um vier Luftfahrzeuge der Royal Air Force vom Typ Atlas C1. Dabei handelt es sich um die britische Bezeichnung des auch bei der Bundeswehr genutzten Transportflugzeugs Airbus A400M.
Die Flugzeuge überquerten die Region von Norden nach Süden und flogen dabei teilweise direkt über Herzebrock-Clarholz. Nach den vorliegenden Daten bewegten sich die Maschinen in einer Höhe von rund 226 Metern über Grund mit einer Geschwindigkeit von etwa 324 km/h.
Der Einsatz erfolgte nach Angaben der Bundeswehr im Rahmen des regulären Übungs- und Ausbildungsflugbetriebs sowie unter Einhaltung der geltenden flugbetrieblichen Bestimmungen.
Besonders auffällig waren die zahlreichen Schleifen und Platzrunden, die die vier Transportflugzeuge zwischen Augustdorf und Bad Lippspringe flogen. Über einen längeren Zeitraum waren die Maschinen auf den Radarschirmen zu verfolgen. Wie bereits auf Flugverfolgungsplattformen zu sehen war, wurden die vier Maschinen der Royal Air Force zugeordnet. Rund eine Stunde später führte die Route die Flugzeuge erneut über Herzebrock-Clarholz und weitere Teile Ostwestfalens. Auch am frühen Nachmittag waren die Maschinen nochmals gemeinsam unterwegs und sorgten damit erneut für Aufmerksamkeit am Himmel. Insgesamt führte die Flugroute die vier Transportflugzeuge im Laufe des Tages dreimal über Herzebrock-Clarholz.
Videoaufnahmen des Überflugs gibt es hier: YouTube-Short ansehen
Bundeswehr erläutert Hintergründe zum militärischen Flugbetrieb
Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher der Bundeswehr, dass militärischer Flugbetrieb grundsätzlich im gesamten deutschen Luftraum zulässig sei und nicht an feste Streckenführungen gebunden werde. Für Transportflugzeuge gelte dabei eine Mindesthöhe von 500 Fuß (rund 150 Metern) über Grund. Beim Überflug von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern müsse eine Mindesthöhe von 2.000 Fuß (rund 600 Metern) eingehalten werden.
Nach Angaben der Bundeswehr werde selbstverständlich versucht, bewohnte Gebiete möglichst nicht zu überfliegen. Allerdings setzten die dichte Besiedlung Deutschlands sowie gesetzliche und flugbetriebliche Vorgaben diesem Vorhaben enge Grenzen.
Die Bundeswehr betont zudem, dass eine fundierte fliegerische Ausbildung und regelmäßiges Training unverzichtbar für die Einsatzbereitschaft der Luftstreitkräfte seien. Zwar würden inzwischen große Teile der Ausbildung ressourcen- und umweltschonend mithilfe moderner Simulatoren durchgeführt. Übungsflüge unter realen Bedingungen seien jedoch weiterhin notwendig, um die Streitkräfte auf Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung sowie auf internationale Einsätze zur Krisenbewältigung vorzubereiten.
Nach Angaben der Bundeswehr starteten und landeten die vier Maschinen nicht in Wunstorf, wie zunächst mitgeteilt worden war. Die Luftfahrzeuge waren stattdessen vom Flugplatz Celle aus im Einsatz. Die ursprüngliche Auskunft wurde nach Angaben eines Sprechers aufgrund eines Auswertefehlers korrigiert.
Eindrucksvolles Bild am Himmel
Die A400M beziehungsweise Atlas C1 gehören zu den größten militärischen Transportflugzeugen Europas. Mit ihren vier Propellerturbinen und ihrer markanten Erscheinung ziehen sie regelmäßig die Blicke auf sich, wenn sie über der Region unterwegs sind. Der gemeinsame Flug von vier Maschinen bot daher ein seltenes und eindrucksvolles Bild.
Ihr habt weitere Fotos oder Videos vom Überflug? Dann schickt sie gerne an fotos@herzeblog.de.